Das „Rezept Brechstange“ hilft nicht

Helmstedt unterliegt dem Lehrter SV mit 24:31. HF patzen zu oft in der Offensive.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Es war eines der schwächeren Saisonspiele der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt – und es endete fast folgerichtig mit einer Heimniederlage. Der Oberligist unterlag dem Lehrter SV mit 24:31 (11:16).

Helmstedts Trainer Tristan Staat hatte eine einfache Erklärung für die Niederlage parat. „Wir fuhren im gesamten Spiel 56 Angriffe und schlossen fast die Hälfte mit einem technischen Fehler ab.“ Nicht eingerechnet jene Würfe der Helmstedter, die den Lehrter Kasten verfehlten. „Und dann hatte Lehrte noch einen überragenden Torwart zwischen den Pfosten“, sagte Staat.

Der Helmstedter Trainer griff in seiner Analyse weitere Dinge auf, die bei seiner Mannschaft diesmal überhaupt nicht funktionierten. Andy Ost (Kapselverletzung an der Wurfhand) musste nach dem Aufwärmen passen. Der Torjäger fehlte an allen Ecken und Enden. „Uns ist es nie gelungen, aus dem Rückraum Gefahr für Lehrtes Abwehr zu entwickeln, sagte Staat.“ Deshalb hätten auch die Kreisläufer Markus Kopp und Jan Schwaneberg einen schweren Stand gehabt und nur wenige Lücken gefunden.

In der Anfangsphase kaschierten die Hausherren ihre Probleme bis zur eigenen 3:2-Führung noch, nach 11 Minuten lagen sie aber schon 3:7 hinten. Lehrte konterte clever, die Helmstedter verließ früh Mut und Zuversicht. Das spiegelte sich im Ergebnis wider. Zwischenzeitlich führten die Gäste mit 9 Toren.

In der zweiten Hälfte änderte sich nur in den ersten drei Minuten etwas an der Lehrter Dominanz. Christian Lopez (12:16) und Markus Kopp (13:16) ließen mit ihren Treffern kurzzeitig Hoffnung auf Besserung keimen. Doch die Lehrter reagierten cool, konterten nach Helmstedter Ballverlusten zielstrebig und erfolgreich und hatten die Partie beim 23:16 (44.) vorentschieden. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit zu oft mit dem Rezept Brechstange versucht“, sagte Staat. „Jeder versuchte es auf eigene Faust, von Zusammenspiel war nicht mehr viel zu sehen.“

Für die HF geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Freitag (20.30 Uhr) starten sie auswärts ihren Doppelpack gegen die HSG Plesse-Hardenberg, zwei Tage später am Sonntag (17 Uhr) empfangen sie Plesse im Julianum.

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Gutzeit – Bethge, Ost, Meyer, Bruchno 3, Frank 5, Schwaneberg 1, Kopp 4, Lopez 4, Herrmann 2, Praest, Herda 5, Leo.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 14. November 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 24

Duell auf Augenhöhe: HF erwarten Lehrte

Gegen den SV tritt Helmstedt wieder mit größerem Kader an.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Vorgezogenes Heimspiel für die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt: Der Oberligist empfängt bereits am Freitag (20 Uhr) in der Julianum-Sporthalle den Lehrter SV.

Klar ist: Es begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. In der vergangenen Saison gewann Lehrte in Lehrte, Helmstedt setzte sich in Helmstedt durch. Am Ende schlossen beide Teams die Saison mit 32:32 Punkten ab, die HF als Achter, Lehrte auf Rang 9.

„Ganz klar, wir wollen unser Heimspiel gegen Lehrte auch in dieser Saison gewinnen“, sagt HF-Trainer Tristan Staat. Der 26-Jährige sieht der Aufgabe gegen den derzeitigen Tabellensechsten (10:8 Punkte) mit Optimismus entgegen. Der Grund: Die personelle Lage entspannt sich. Waren die Helmstedter vor fünf Tagen beim 24:23-Erfolg in Barsinghausen nur zu neunt angetreten, darunter zwei Torhüter, dürfte die Wechselbank dieses Mal voll besetzt sein. Staat rechnet fest damit, dass alle Pass-Modalitäten bei Köthen-Rückkehrer Sascha Timplan geklärt sein werden. Auch Nilas Praest soll sein Comeback nach einer Handballpause feiern. Mit Roman Bruchno, zumeist nur in Heimspielen aktiv, kehrt ein dritter Rückraumspieler in den Kader zurück.

Stellte sich die Mannschaft in Barsinghausen quasi selbst auf, ist Staat am Freitagabend aufgrund der üppigeren Personalauswahl mehr gefragt. „Ich werde tatsächlich wieder über Taktiken und personelle Besetzungen grübeln müssen“, sagt der Trainer lachend. Ob Staat auch seinen Torjäger Andy Ost in seine Überlegungen einbinden kann, ist fraglich. Der linke Rückraumspieler hatte sich in Barsinghausen eine Kapselverletzung an der Wurfhand zugezogen. Doch auch im Fall Ost ist Staat optimistisch: „Andys Beschwerden hielten sich in Grenzen, die Schwellung war auch nicht so groß. Ich gehe davon aus, dass er am Freitag spielen kann.“

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 10. November 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 31

Mini-Aufgebot feiert maximalen Erfolg

Die HF Helmstedt-Büddenstedt siegen ersatzgeschwächt mit 24:23 in Barsinghausen.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Ein Mini-Aufgebot, aber eine maximale Ausbeute. So lässt sich der Auswärtsauftritt der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt am Sonntagabend bei Oberliga-Schlusslicht TSV Barsinghausen beschreiben. Unter dem Strich stand ein 24:23 (14:14)-Erfolg für die mit nur sieben Feldspielern angereisten Helmstedter.

Und aus den sieben Akteuren wurden nach 15 Minuten quasi sechseinhalb Spieler – Torjäger Andy Ost zog sich eine Kapselverletzung an der Wurfhand zu und kam in den verbleibenden 45 Minuten nur noch in der Abwehr zum Einsatz, um seinen Mitspielern Verschnaufpausen zu geben.

Es war ein echter Kraftakt für die Handballfreunde. Wo sie konnten, verschleppten sie das Tempo. „Es war kein schönes Spiel“, sagte auch HF-Coach Tristan Staat. „Eher eines, das auf beiden Seiten durch Kampf geprägt war.“

Den besseren Start erwischten die Hausherren, die als Tabellenletzter noch mehr unter Erfolgsdruck waren als die Helmstedter. 4:1 und 6:3 hieß es zunächst für den TSV, ehe sich die HF berappelten und ihrerseits durch Marius Herdas verwandelten Strafwurf nach 16 Minuten zur ersten Führung kamen (8:7). Christoph Franks Treffer zum 12:9 markierte den deutlichsten Vorsprung, den sich eine der beiden Mannschaften erspielte. Bis zum Pausenpfiff hatten wieder die Gastgeber Oberwasser und glichen mit einem 5:2-Tore-Lauf zum 14:14 aus.

So eng blieb es auch in Durchgang 2. Mal legte Barsinghausen vor, dann wieder die HF – so wie beim 18:16 durch Karl Herrmann (40.). Dramatisch wurde es in den Schlussminuten, nachdem Barsinghausen vier Minuten vor dem Ende in Überzahl zum 23:23 ausglich. 90 Sekunden später nahm Staat eine Auszeit. „Wir mussten nochmal die Köpfe freikriegen für die letzten Aktionen“, begründete der HF-Trainer seine Maßnahme. Gleichzeitig sagte er seinen Jungs einen Spielzug an – und der saß. Christoph Frank traf 2:15 Minuten vor dem Ende zum 24:23.

Barsinghausen versuchte alles, ersetzte den Torwart durch einen siebten Feldspieler und profitierte von einer weiteren Hinausstellung (Jan Schwaneberg). Doch das Abwehrbollwerk der Helmstedter hielt, einen letzten Wurf des TSV blockten die Gäste. Danach war Schluss.

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Gutzeit – Ost 2, Bethge, Frank 8, Herrmann 3, Lopez 2, Schwaneberg 3, Herda 6.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 7. November 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 34

Beim Schlusslicht sollen für HF zwei Punkte her

Timplan und Praest kehren gegen HV zurück.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Dieses Spiel weist die Richtung: Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt, mit 5:9 Punkten nach einem Viertel der Saison knapp oberhalb der Abstiegsränge platziert, tritt am Sonntag (17 Uhr) bei Schlusslicht HV Barsinghausen an.

Die Derby-Niederlage gegen Vorsfelde ist abgehakt, sagt Trainer Tristan Staat. „Mund abputzen. Jetzt fließt unsere gesamte Energie in das Barsinghausen-Spiel.“ Soll in des Trainers Sprache heißen: „Ein Sieg ist unser absolutes Ziel.“

Der größere Druck lastet auf dem Team vom Deister. Der HV feierte erst einen Saisonsieg (26:25 in Hameln), rennt seit Anfang September dem zweiten doppelten Punktgewinn hinterher. In eigener Halle ist Barsinghausen noch ohne Sieg, lediglich im Derby gegen Großenheidorn (29:29) punktete der HV.

Staat sieht seine Mannschaft gerüstet für das Barsinghausen-Spiel, ab diesem Sonntag auch personell. Sascha Timplan kehrt von der HG 85 Köthen, aktueller Tabellenzweiter der Mitteldeutschen Oberliga, zurück nach Helmstedt. Der 23-jährige Rückraumspieler wurde auf der Facebook-Seite des Teams aus Sachsen-Anhalt bereits offiziell verabschiedet. „Sascha ist für uns eine wichtige Alternative für den Rückraum“, sagt Staat.

Erstmals in dieser Saison soll in Barsinghausen auch Nilas Praest für die Handballfreunde auflaufen. Der zweitbeste HF-Torschütze der vergangenen Oberliga-Saison kehrt nach einer familiär-bedingten Pause zurück ins Team. Der beidhändig starke Praest entlastet den mittleren und rechten Rückraum der Helmstedter, die in den ersten Saisonwochen auswärts oft nur mit einem Mini-Aufgebot angetreten waren. Wie konzentriert die Helmstedter wichtige Partien angehen, zeigte die Mannschaft zuletzt beim 30:22-Erfolg bei der SG Börde Handball.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 3. November 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 33

28:29 – HF-Schlussspurt kommt zu spät

Helmstedt unterliegt Vorsfelde im Derby. Sascha Timplan und Nilas Praest kehren zurück.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Am Ende wurde es noch einmal eng, doch ein gutes Ende blieb für die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt aus. Der Oberligist unterlag am Sonntagabend im Nachbarschaftsduell der Oberliga im Julianum dem MTV Vorsfelde mit 28:29 (11:12).

Zwar liefen die Helmstedter nach Roman Bruchnos Führungstreffer zum 1:0 (1.) ab Minute 3 und dem Tor des Ex-Warbergers Marius Thiele zur 2:1-Gästeführung ständig einem Rückstand hinterher, doch hätte es fast noch zu einem Teilerfolg gereicht.

Als die Gäste in der 59. Minute mit 28:24 führten, deutete nichts auf nochmalige Spannung hin. Doch die Tore 25, 26 und 27 der Helmstedter Christoph Frank (58:13), Christian Lopez (58:44) und Bruchno (59:31) sorgten für einen stimmungsvollen Schlussakkord. Das siebte Tor des Vorsfelders Thiele zum 27:29 nahm den HF 14 Sekunden vor dem Abpfiff jedoch den Wind aus den Segeln. Marius Herdas Strafwurftor in der Schlusssekunde zum Endstand hatte nur noch statistischen Wert.

„Hinten raus war Vorsfeldes Sieg dennoch verdient“, sagte HF-Trainer Tristan Staat. Vorsfeldes taktische Maßnahmen hätten gefruchtet. „Die haben eine erwartet starke Defensive aufs Parkett gezaubert, die uns immer wieder die Würfe weggeblockt hat“, erzählte der HF-Trainer. Zwar habe seine Mannschaft nach Ballverlusten ein gutes Rückzugsverhalten gezeigt, dennoch sei Vorsfelde mehrfach zu Tempogegenstoßtoren gekommen.

Knackpunkt, so Staat, sei eine Szene in der 56. Minute gewesen. Christian Lopez traf zum vermeintlichen 25:26-Anschlusstor, doch die Unparteiischen entschieden auf Abwurf. Im Gegenstoß erhöhte Vorsfelde durch Thiele auf 27:24. „Kommen wir in dieser Situation auf ein Tor heran, wird es richtig eng“, befand Staat.

Die vom HF-Trainer angekündigte personelle Überraschung blieb (noch) aus. Sascha Timplan kehrt aus Köthen zurück, die Pass-Modalitäten waren indes nicht rechtzeitig geklärt. In Barsinghausen wird Timplan am kommenden Sonntag aber ebenso sein Comeback für die HF feiern wie Nilas Praest (nach privater Pause). Staat: „Beide geben uns im Rückraum mehr Alternativen.“

Aufstellung und Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Gutzeit – Ost 8, Kopp 1, Bethge, Herrmann, Bruchno 2, Frank 4, Lopez 7, Schwaneberg, Leo, Meyer, Herda 6.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 31. Oktober 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 23