Vorsfelde kommt zum Derby

Helmstedts Trainer Staat kündigt personelle Überraschung an.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Derby-Sonntag in Helmstedt: Der MTV Vorsfelde gibt seine Visitenkarte bei den Handballern des Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt ab. Anpfiff für die Partie in der Julianum-Sporthalle ist zu ungewohnter Zeit am Sonntag um 17 Uhr.

Tabellarisch betrachtet sind die Gäste leicht favorisiert. Sie holten bislang aus 7 Spielen 9:5 Punkte, bei den HF stehen nach 6 absolvierten Partien 5:7 Zähler zu Buche. Der klitzekleine psychologische Vorteil dürfte indes bei den Hausherren liegen, denn die HF siegten zuletzt nach dominantem Auftritt im Kellerduell bei der SG Börde (30:22), während Vorsfelde im Spitzenspiel gegen Nienburg nach Führung (29:28) spät Federn ließ (32:34).

„Sicherlich sind wir stolz auf das Geleistete, aber nun müssen wir wieder fleißig arbeiten“, sagt HF-Trainer Tristan Staat. „Es zählen nun mal nur Ergebnisse, nicht Erlebnisse, was im Kinderhandball noch andersherum ist.“ Von einem kleinen Vorteil für sein Team will Staat nichts wissen. „Vorsfelde will sicherlich rasch wieder in die Spur. Der MTV spielt eine solide Saison, steht defensiv recht stabil“, weiß der HF-Coach. „Daraus entwickeln die Vorsfelder viel Tempo und können im Positionsangriff auf ihre Rückraumgewalt zurückgreifen.“ Personell sieht es bei den Helmstedtern bestens aus. Alle Spieler sind fit. Mehr noch: Staat kündigt Überraschendes an. „Wir können vielleicht schon Sonntag einen alten Bekannten auf der Platte begrüßen, der für uns wieder auf Torejagd gehen wird. Mehr möchte ich nicht verraten, da ich erst den Pass in den Händen halten will.“

Grundsätzlich treffen sich am Sonntag im Julianum viele alte Bekannte. Warbergs Ex-Coach Jürgen Thiele trainiert inzwischen Vorsfelde, ihm zur Seite steht mit Jens Kleinert ein Spieler aus Warberger Oberliga-Tagen. Vorsfeldes Kader gehören auch Christian Bangemann, Christian Rüger und Marius Thiele an – ein Trio, für das die Partie eine sportliche Rückkehr in den Kreis Helmstedt darstellt.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 27. Oktober 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 27

Solide Deckung – Helmstedter Dominanz

Die HF setzen sich im Kellerduell bei der SG Börde Handball klar mit 30:22 durch.

Von Simeon Degenhardt

Helmstedt. Ein dominanter Auftritt der HF Helmstedt-Büddenstedt: In der Handball-Oberliga empfing der 14. den 13. – Helmstedt ließ bei der SG Börde Handball jedoch zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, wer im Kellerduell siegreich vom Platz gehen würde, und schlug Börde souverän mit 30:22 (15:9).

„Wir hatten uns vorgenommen, viel Tempo zu gehen“, beschrieb HF-Coach Tristan Staat nach der Partie den Spielplan. Und das setzten die Handballfreunde um. Von der ersten Minute an übernahmen sie das Kommando. „Dabei kamen wir nicht ganz so gut ins Spiel“, erzählte Staat – und meinte damit, dass Helmstedt die ersten Gegenstöße nicht konsequent ausspielte. „Wir hätten 4:0 führen können.“

Zu einer 4:2-Führung nach gut 13 Minuten reichte es aber auch so. Bis zur Halbzeit war die bis auf 15:9 ausgebaut. Staat sah vor allem einen Grund für die Überlegenheit seiner Mannschaft: „Wir haben eine solide Deckung gespielt. Dadurch musste sich Börde jedes Tor hart erarbeiten.“

Nach der Pause ließ Helmstedt den Gegner nicht mehr auf weniger als sechs Tore herankommen und siegte schließlich deutlich mit 30:22. Topscorer der HF war mit 10 Treffern Christoph Frank, der den gesperrten Marius Herda vertrat. Staat: „Er hat seine Sache gut gemacht. In Schlüsselszenen hat er die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Im Lauf des Spiels entschied sich Börde, neben Andy Ost auch Frank in Manndeckung zu nehmen. „Ein großer taktischer Fehler“, wie Staat befand.

Vorteil der Helmstedter Dominanz: Staat konnte zum Ende der Partie hin jedem seiner Akteure Spielzeit gewähren. Und auch tabellarisch konnte Helmstedt sich erst einmal vom Keller verabschieden, während Börde auf den vorletzten Platz abrutschte. „Wir wussten, dass nach diesem Spieltag die Kluft aufgehen wird zu den hinteren Plätzen“, hob Helmstedts Trainer die Bedeutung des Erfolgs hervor. „Außerdem haben wir jetzt vielleicht einen kleinen psychologischen Vorteil vor dem Derby gegen Vorsfelde.“

Aufstellung & Tore HF Helmstedt: Gutzeit, Oppenheimer – Bethge 5, Meyer, Bruchno 3, Frank 10, Schwaneberg 1, Kopp, Lopez 2, Herrmann 6, Ost 3, Moritz.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 24. Oktober 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 26

Für Helmstedt geht es um „vier Punkte“

Handballfreunde reisen zum Kellerduell nach Schellerten.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Markus Kopp nimmt kein Blatt vor den Mund: „Das wird ein Vier-Punkte-Spiel.“ Der spielende Co-Trainer des Handball-Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt tritt am Samstag (19.30 Uhr) mit seiner Mannschaft in Schellerten bei der SG Börde Handball an. Der Tabellen-14. empfängt den 13. – eine Partie mit Abstiegskampf-Charakter.

Die Gastgeber haben bereits sechs Partien absolviert, aus denen sie drei Pluspunkte sammelten. Die gleiche Ausbeute weisen die Helmstedter auf, allerdings sind sie erst fünfmal angetreten.

Es wird kein schönes Spiel, mutmaßt Kopp. „Die SG Börde spielt keinen technisch guten Handball, aber die Mannschaft kann unheimlich kämpfen“, weiß der HF-Co-Trainer. Die Gastgeber seien „eine robuste Truppe“, deren Zweikampfführung keinesfalls die Schonung des Gegners vorsehe. „In der stets gut gefüllten Halle werden die Börde-Jungs zusätzlich von ihrem Publikum nach vorne getrieben“, weiß Kopp. „Wir müssen ordentlich gegenhalten, wenn wir die Punkte mitnehmen wollen.“ In drei Trainingseinheiten werde die HF-Mannschaft sich bis zum Spieltag auf die Aufgaben vorbereiten, kündigte Kopp an.

Verzichten müssen die Helmstedter in Schellerten auf Marius Herda (Sperre). Hätten die Helmstedter am vergangenen Sonntag beim Pokalturnier in Stadtoldendorf das Finale erreicht, wäre Herdas Sperre von zwei Pflichtspielen aus der Rosdorf-Partie erledigt gewesen. Die HF schieden indes durch die 22:24-Niederlage gegen die SF Söhre nach dem ersten Spiel aus. Nun brummt Herda seine Sperre im Spiel bei der SG Börde ab, um im folgenden Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde wieder einzugreifen.

In Schellerten kehren darüber hinaus die im Pokal fehlenden Leistungsträger Florian Bethge und Christoph Frank wieder zurück ins Team. Die Handballfreunde hoffen zudem, dass auch Roman Bruchno als Alternative für den rechten Rückraum die Reise in den Raum Hildesheim mit antritt.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 20. Oktober 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 29

Neue Trikots für HF-Jugend

Vieles wäre ohne unsere Sponsoren und Sponsorinnen nicht vorstellbar. Die weibliche C-Jugend der Handballfreunde Helmstedt Büddenstedt erfreute sich kürzlich über einen neuen Satz Trikots. Die Mannschaft wurde dank der großzügigen Spende der Firma REWE Klings OHG aus Helmstedt neu eingekleidet. Die Mädels mit Trainerin Kerstin Bordtfeld und Co-Trainer Nils Meyer bedanken sich ganz herzlich bei Carola Klings für diese Unterstützung. Damit wurde eine gute sportliche Voraussetzung für eine neue Saison geschaffen.

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Hinten von rechts nach links: Carola Klings, Monika Knigge, Jenny Radke, Leonie Bordtfeld, Amelie Stottmeister Michelle Agafonow, Kerstin Bordtfeld, Nils Meyer. Vorn: Linda Strutz, Martha Kunold, Sina Sauer, Nathalie Holtz. Ganz vorn: Adriane Mutz. Es fehlt: Finja Steffens.

„Punkt verloren“ in der „gelben Hölle“

HF Helmstedt-Büddenstedt spielen nach langer Führung 26:26 beim VfL Wittingen.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Ein Auswärtspunkt beim VfL Wittingen: Vor der Partie hätte Tristan Staat, Trainer des Oberligisten Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt, ein Remis klaglos hingenommen. Nach dem 26:26 (14:12) in der aufgeheizten Atmosphäre der „gelben Hölle“ in Wittingen musste Staat indes gestehen: „Wir haben einen Punkt verloren.“

Seine Mannschaft bestimmte über 53 der 60 Minuten das Geschehen. Nur in der Anfangsphase mit einem 1:4-Rückstand (5.) und in den letzten 120 Sekunden, als die HF eine 26:24-Führung verspielten, hatten die Helmstedter keine Kontrolle.

Staat, der die Unparteiischen für ihre insgesamt starke Leistung ausdrücklich lobte, gab den Regelhütern dennoch eine Teilschuld am Punktverlust seiner Mannschaft. Vor allem nach einem Foul in der Schlussphase gegen Christian Lopez sei eine Bestrafung für Wittingen ausgeblieben. Statt Strafwurf oder zumindest Freiwurf und Ballbesitz für Helmstedt ließen die Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen. Die Folge: Wittingen verkürzte auf 25:26, glich Sekunden später gar aus. Und das, nachdem die Helmstedter zwischenzeitlich bereits mit fünf Toren vorne gelegen hatten und auch sechs Minuten vor dem Ende noch 25:21 führten.

Staat lobte sein Team dennoch für einen couragierten Auftritt in hitziger Atmosphäre. Allen voran Jan Schwaneberg bot eine überzeugende Leistung. Bei seinem Debüt im HF-Trikot überzeugte der Kreisläufer wenige Tage nach seinem 17. Geburtstag mit viel Courage im Angriff. „Er wird unser Spiel bereichern“, sagte Staat.

Auch Steffen Oppenheimer erhielt ein Lob des Trainers, denn gleich vier Strafwürfe der Wittinger wurden zur Beute für den HF-Torhüter. Ebenfalls positiv fiel Christian Lopez auf. Er sprang für Torjäger Andy Ost in die Bresche, der sich ab Minute 25 in Sonderbewachung befand. Lopez verteilte geschickt die Bälle, wovon Linksaußen Karl Herrmann profitierte. „Karl hat einige gute und richtige Wurfentscheidungen getroffen“, sagte Staat.

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Gutzeit – Bethge 3, Meyer, Ost 3, Herda 4, Leo, Herrmann 6, Lopez 2, Kopp, Schwaneberg 4, Frank 4.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 26. September 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 2