HF vor der nächsten hohen Heimhürde

Helmstedt-Büddenstedt braucht gegen Söhre ein Erfolgserlebnis und vor allem Punkte.

Die Hinrunde in der Handball-Oberliga ist seit dem vergangenen Wochenende abgeschlossen. Für die HF Helmstedt-Büddenstedt gab es in der ersten Hälfte der Spielzeit überwiegend Frust-Ergebnisse. Neun Niederlagen stehen nur ein Remis und drei Siege gegenüber. Zehn Pluspunkte bedeuten, dass sich die Helmstedter im Abstiegskampf befinden.

Um der brenzligen Tabellensituation zu entkommen, sind Siege notwendig. Am besten auch mal solche gegen Mannschaften, die im Klassement deutlich über den HF stehen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich an diesem Sonntag. Zu Gast in der Helmstedter Julianum-Sporthalle ist um 17 Uhr der Tabellenzweite Sportfreunde Söhre (22:4 Punkte).

In Anbetracht des derzeitigen Leistungsvermögens gehen die HF als Außenseiter in ihr neuntes Heimspiel. Auch ihre beiden jüngsten Auftritte bestritten die HF vor heimischer Kulisse – mit jeweils ernüchterndem Ausgang. Gegen die Überflieger vom MTV Braunschweig verloren sie mit 14:34, vor Wochenfrist setzte es gegen den MTV Vorsfelde eine 24:34-Abfuhr.

„Wir müssen endlich unsere leichten Fehler abstellen“, sagt HF-Trainer Andreas Wiese, der nach wie vor fest vom Ligaerhalt seiner Mannschaft ausgeht. Zu viele Bälle landen unbedrängt beim Gegner, im Vorwärtsgang auch schon mal im Seiten- oder im Toraus. Durch diese technischen Unzulänglichkeiten mache sich seine Mannschaft das Leben oft selbst schwer, so Wiese. Spitzenmannschaften wie Braunschweig oder Vorsfelde, womöglich auch Söhre, bestrafen Fehler sofort. Eine Konsequenz, die die Helmstedter in dieser Saison zu selten an den Tag legen. Die Folge lässt sich am Tabellenstand ablesen. Der Helmstedter Puffer zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Punkte.

Einzig positiv mit Blick auf den Sonntag: Die Helmstedter treten nahezu vollzählig an. Nur Keeper Steffen Klauß setzt verletzungsbedingt weiter und noch bis in den Februar hinein aus. Auch auf den angeschlagenen Sascha Timplan müssen die HF weiter verzichten.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 16.01.2020

Weibliche E-Jugend gewinnt den Regionspokal

Die weibliche E-Jugend der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt hat am vergangenen Wochenende den Regionspokal der Handballregion Südost-Niedersachsen gewonnen. In der Endrunde, die in Salzgitter stattfand, setzte sich die von Armin Papkalla trainierte Mannschaft gegen drei andere Teams durch und durfte sich am Ende über den Pokal freuen.

Das erste Spiel gewannen die Handballfreunde souverän gegen die HSG Nord Edemissen mit 7:2. „Im zweiten Spiel gegen den SV Stöckheim lagen wir schnell mit 0:2 hinten, konnten das Spiel aber drehen und am Ende sicher mit 11:7 gewinnen“, berichtet Armin Papkalla. So ging es im letzten Spiel gegen den Gastgeber FC Viktoria Thiede um den Turniersieg.

„Die Mädchen erwischten einen guten Start und gingen mit 2:0 in Führung. Dank einer konzentrierten Abwehrleistung ließen wir die gefährlichen Spielerinnen von Thiede nicht zur Entfaltung kommen und gewannen mit 7:5“, freute sich der Helmstedter Trainer. Zudem hob er hervor, dass alle Spielerinnen während des Turniers zum Einsatz kamen und sich somit an dem Erfolg beteiligen konnten.

Für die Handballfreunde spielten: Leni Steding, Marie Steding, Jette Klinzmann, Kira Papkalla, Luna Hofmann, Lana Vujanovic, Emily Krause, Jeanne Jost und Selina Yasane.

Tabelle Endrunde:

  1. HF Helmstedt-Büddenstedt
  2. FC Viktoria Thiede
  3. SV Stöckheim
  4. HSG Nord Edemissen
Unsere weibliche E-Jugend gewann in Salzgitter den Regionspokal.

HF können nicht für Spannung sorgen

Eine zu hohe Fehlerquote führt zu einer 24:34-Derby-Schlappe gegen Vorsfelde.

Eins wurde nach dem ersten Spiel des neuen Jahres deutlich: Der Weg zum Klassenerhalt wird für Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt in dieser Saison ein ganz langer. Im Derby gegen den MTV Vorsfelde setzte es in der heimischen Julianum-Halle eine 24:34 (13:17)-Niederlage. Die HF bleiben zwar Viertletzter, doch drei Konkurrenten im Tabellenkeller punkteten an diesem 13. Spieltag und erhöhten den Druck auf die Helmstedter weiter.

Im ersten Durchgang verlief die Partie noch einigermaßen ausgeglichen. Es ging rauf und runter, ohne Pause. Doch schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich: Die Gastgeber mussten wesentlich härter arbeiten, um in torgefährliche Zonen zu gelangen, als die Eberstädter.

Früh in Halbzeit 2 wuchs bei den Helmstedtern die Gewissheit, dass nichts zu holen sein wird. Sie kamen nicht ran, weil Vorsfelde sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr konsequent auftrat. Alle Lücken für Helmstedter Angreifer waren zügig zugestellt, die Gäste packten zumeist beherzt zu. Ein paar schöne Hüftwurftreffer von Tim Wiebe waren lange die einzigen Aktionen, die die HF-Fans jubeln ließen. Im Angriff wussten die Vorsfelder Einladungen zu nutzen. Und von denen gab es viele, denn wenn mal ein Wurf nicht saß, angelten sich die Gäste eben die Abpraller.

Die Folge: In Minute 45 hatten die HF beim Stand von 17:27 erstmals zehn Tore Rückstand. Es hätte schon ein mittleres Handball-Beben geben müssen, um dieses Derby noch einmal zu einem spannenden zu machen. Stattdessen gab’s versteinerte Minen auf der HF-Bank, weil das Fehler-Festival nicht endete. Fast symbolisch, dass Tim Bolecke den gefühlt einzigen Tempogegenstoß der Helmstedter vergab, seinen Wurf wehrte Vorsfeldes Keeper Timon Wilken reflexartig ab. Gut gemeinte Zuspiele landeten nicht beim Mitspieler, sondern beim Gegner, im Tor- und Seitenaus. „Wir haben es einfach nicht geschafft, die Fehler abzustellen“, sagte HF-Coach Andreas Wiese.

Es passte zu diesem Tag, dass nichts passte bei den HF. Matthias Rudow, als Regisseur in Halbzeit 1 gut im Spiel, verließ die Halle in der Pause aus privaten Gründen. Torhüter Tom Baum, der nur eine Handvoll Würfe der Gäste abwehren konnte, konnte nicht erlöst werden. Ersatzmann Steffen Klauß saß verletzt auf der Bank, Zweitherren-Keeper Christian Sauer blieb ebenfalls draußen. „Hätten wir ihn gebracht, wäre er für die zweite Mannschaft gesperrt gewesen“, so Wiese. „Angesichts des deutlichen Spielstandes haben wir auf Christians Einsatz verzichtet.“

HF: Baum – Meyer, Rudow 3, Bruchno, Stapf, Wiebe 7, Bolecke 3, Frenkel 7, Kolditz, Kopp, Lopez 2, Düsterhöft, Schlüter 2, Danneberg.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 13.01.2020

Kein Durchkommen für Christian Lopez und die Handballfreunde. Gegen Vorsfelde gab es eine deutliche 24:34-Niederlage. Foto: Detlev Keller

Auswärtssieg der männlichen C-Jugend in Ehmen

Rückrundenauftakt im neuen Jahr: Es ging zum Spitzenspiel beim HSC Ehmen. Das Hinspiel konnten unsere Jungs in heimischer Halle mit 25:24 für sich entscheiden. Der Tabellenvierte aus Ehmen war also heiß und wollte Revanche für die knappe Niederlage im Hinspiel.

Es war von Anfang an das erwartete Spitzenspiel. Keines der Teams konnte sich absetzen. Warf Ehmen den Führungstreffer, glichen unsere Jungs sofort wieder aus. Vor allem unsere rechte Angriffsseite, mit Matti Krüger und Lars Störmann wusste in dieser Phase zu überzeugen. In der 16. Minute allerdings, konnten die Ehmener erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Aber die Jungs gaben nicht auf und so war drei Minuten später der Ausgleich wieder hergestellt. Beim Stand von 18:18 ging es in die Pause. Trainer Sebastian Hillebrand hatte nicht viel zu sagen, außer: „weiter so!“.

Der Spielverlauf änderte sich nicht. Ständig gingen die Ehmener in Führung und wir glichen wieder aus. Bis zur 39. Minute. Dann erzielten unsere Jungs die erste Führung in diesem Spiel (28:27) und konnten diese sogar bis auf drei Tore ausbauen (30:27). Nach einer Auszeit der Heimmannschaft, konnten diese mit einem 4:0-Lauf, wieder auf 31:30 stellen (44. Minute). Doch heute bestraften unsere Jungs die wenigen Fehler der Ehmener gnadenlos und man zog wieder auf 35:32 davon ( 49. Minute). Ein letztes Aufbäumen der Gastgeber, in Form einer Manndeckung brachte nichts mehr.

Am Ende stand nach einer Bärenstarken Mannschaftsleistung ein 36:33 fest. Der „Ehmen-Fluch“ dürfte damit erst einmal besiegt sein.

Am nächsten Sonntag geht es für unsere Jungs mit dem nächsten Spitzenspiel weiter. Dann nämlich ist der Tabellenzweite aus Zweidorf/Bortfeld in der heimischen Julianum-Halle zu Gast.

Für HF spielten:
Künnemann (TW); Föllmer (11); Störmann (9); Krüger (8); Hillebrand (3); Henseleit (1); Kujat (3); Steinert (1); Thier

Die Mentalität wird entscheiden

Helmstedter steigen mit Derby gegen Vorsfelde ins Jahr ein.

Derby-Samstag zum Jahresauftakt: Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt steigt in der heimischen Julianum-Sporthalle um 18 Uhr gegen den MTV Vorsfelde in die zweite Saisonhälfte ein.

Die Rollen seien klar verteilt, sagt HF-Trainer Andreas Wiese. „Wir sind der Underdog.“ Aber, so Wiese weiter: „Wir können etwas ziehen, wenn bei uns die Einstellung stimmt.“ Die nackten Zahlen untermauern Wieses Rollenverteilung: Seine Helmstedter müssen nach einigermaßen missglückter Hinserie um den Ligaerhalt kämpfen. Die Vorsfelder, nach magerer 4:8-Punkte-Ausbeute seit Mitte November von Platz 2 auf 5 durchgereicht, bewegen sich mit 16:8 Zählern in ruhigem Fahrwasser.

Dass den vor dieser Spielzeit als Aufstiegskandidat gehandelten Eberstädtern nach der Minus-Serie für den Rest der Saison etwas die Motivation fehlt, glaubt Wiese nicht. Das Team um den früheren Warberg/Lelm-Trainer Daniel Heimann werde sich neue Ziele setzen – langfristig mit Blick auf die kommende Saison richten, kurzfristig aufs Derby in Helmstedt. „Vorsfelde wird gegen uns nicht Larifari-Handball spielen. Sie werden am Samstag alles abschütteln, was in den vergangenen Wochen gelaufen ist“, ahnt Wiese.

Aber auch seine im November und Dezember in die abstiegsbedrohte Zone abgerutschte Mannschaft werde die Negativerlebnisse abgeschüttelt haben, glaubt der HF-Coach. „Die Pause hat gutgetan, jeder hatte mal Zeit für Privates.“ Am vergangenen Wochenende speisten die Helmstedter ihre Köpfe zudem mit frischem Selbstvertrauen, sie gewannen ohne Verlustpunkt ein Vorbereitungsturnier in Haldensleben. „Wir konnten dort viel probieren“, sagt Wiese, der in dieser Woche das Übungspensum wieder merklich angezogen hat. Angriffstraining stand auf dem Programm, denn – so die Analyse der Hinserie –, die Handballfreunde treffen zu selten das gegnerische Tor.

Gegen Vorsfelde werde allerdings die Mentalität jedes einzelnen Spielers entscheidend sein. „Wenn sie passt, haben wir Siegchancen. Wir werden es Vorsfelde nicht leicht machen“, sagt Wiese, der weiter Torhüter Steffen „Oppi“ Klauß (verletzt) ersetzen muss. „Er wird noch einen Monat brauchen“, sagt der HF-Trainer. „Oppi wird frühestens Anfang Februar gegen Plesse wieder ein Thema.“ Ob weitere Ausfälle drohen, lasse sich schwer einschätzen, so Wiese. „Einige fiebern ein bisschen herum. Bei denen müssen wir abwarten.“

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 09.01.2020