HF entscheiden Spiel in zehn starken Minuten

Helmstedt siegt 33:24 gegen Börde.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Erst gab’s leichte Anlaufschwierigkeiten, doch als der Motor lief, waren die Spieler des Oberligisten Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt in ihrem Heimspiel gegen die SG Börde Handball nicht zu halten. 33:24 (13:13) hieß es in einer Partie, in der den Helmstedtern zehn starke Minuten nach der 39. Minute reichten, um sich deutlich vom Gegner abzusetzen.

„Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf weg“, sagte Helmstedts Co-Trainer Markus Kopp. „Die SG Börde hat uns lange Zeit vor echte Probleme gestellt.“ Kopp stand in der Verantwortung, weil Trainer Tristan Staat als Trainer die B-Jugend des SC Magdeburg in Leipzig bei der mitteldeutschen Meisterschaft coachte. Mit Erfolg, denn der SCM-Nachwuchs qualifizierte sich für die deutsche Meisterschaft. An Staats Seite: Co-Trainer Marius Herda, bei den Handballfreunden Spieler unter Staat.

Kopp hatte gegen Börde indes mehr zu tun, als es ihm lieb war. Zum einen stand er an der Seitenlinie unter Strom, sprang pro Halbzeit aber auch zehn Minuten als Spieler ein, da der HF-Kader auf acht Feldspieler geschrumpft war. Neben Herda mussten Roman Bruchno und Sascha Timplan kurzfristig passen. „Am Ende kann ich sagen: Die Jungs haben es klasse gemacht“, lobte Kopp.

Wichtig vor allem: Die Helmstedter haben ihre größte Baustelle der vergangenen Wochen erfolgreich geschlossen. Die zuletzt wackelige Abwehr hielt dieses Mal dicht. Vor allem in jener Phase, in der die Helmstedter das Spiel entschieden, gab es für die Börde-Handballer kein Durchkommen. Vom 17:16 (39.) bis zum 27:19 (49.) spielten die Helmstedter wie aus einem Guss. Hinten parierte HF-Keeper Leonard Servas drei Siebenmeter und nach vorne ging über Tempogegenstöße die Post ab. Die SG Börde, zuvor taktisch clever eingestellt, war überrumpelt. Mit Christoph Franks Treffer zum 30:20 (52.) hatten die Hausherren ihre deutlichste Führung erreicht. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen.

Die Handballfreunde gehen nun in ein freies Osterwochenende, ehe sie bereits in zwei Wochen ihre vor zwei Monaten verlegte Partie bei Vorjahresmeister Nienburg nachholen. Es folgt ein Auswärtsspiel in Soltau, ehe dann am 16. April Schlusslicht Alfeld in Helmstedt gastiert.

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Servas – Frank 6, Lopez 7, Ost 7, Reiske 3, Bethge 4, Kopp, Praest 4, Friedrich 2.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 21. Maerz 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 30

Vor der Osterpause Platz 7 festigen

Helmstedter mit Heimspiel gegen Börde.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Nach zuletzt zwei Niederlagen vor eigenem Publikum will Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt im heimischen Julianum zurück in die Erfolgsspur. Gelingen soll das an diesem Samstag (17 Uhr) gegen die SG Börde Handball aus dem Raum Hildesheim.

Ein spielfreies Wochenende liegt hinter den Helmstedtern – „und das tat uns allen verdammt gut“, sagt HF-Trainer Tristan Staat. In der auf 32 Spieltage aufgeblähten und bis Anfang Juni dauernden Saison bleibe sonst kaum Zeit zum Luftholen oder zum Auskurieren von Wehwehchen. Kleinere Verletzungen oder auch grippale Infekte bei dem einen oder anderen Spieler seien überstanden, so Staat. „Man kann sagen: Alles gut bei uns.“

Die Börde-Handballer beschreibt Staat als nicht zu unterschätzende Gegner. „Börde spielt körperlich sehr präsenten und handwerklich guten Handball“, weiß der HF-Trainer. „Wir müssen mit viel Tempo kommen und hinten endlich mal wieder zu alter Stärke finden.“

Dass das in Schellerten beheimatete Börde-Team nicht mehr in akuter Abstiegsgefahr schwebt, verdankt es der Nervenstärke in den Duellen gegen jene Teams, die mit der SG im unteren Tabellendrittel stehen. Börde siegte beim Vorletzten, TG Münden (30:27), gegen Schlusslicht SV Alfeld (27:25) und am vergangenen Samstag gegen den Viertletzten, VfL Wittingen (31:24).

Mit nun 17 Punkten auf der Habenseite gehen Helmstedts Gäste nach der Samstagpartie im Julianum unabhängig vom Spielausgang relativ entspannt in die bis zum 2. April dauernde Osterpause. Siegen die HF, festigen sie ihren siebten Tabellenplatz.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 17. Maerz 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 31

34:35 – HF defensiv „richtig schlecht“

Helmstedter verlieren ihr Heimspiel auch wegen der „unterirdischen“ Wurfquote.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Knapp, aber nicht unverdient verlor Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt sein Heimspiel gegen den HV Barsinghausen. Vor allem in der Abwehr fanden die Helmstedter keine Bindung zum Spiel, unter dem Strich stand eine 34:35 (18:22)-Niederlage.

„Nicht unverdient“, wie Helmstedts Trainer Tristan Staat anschließend befand. „Unsere Abwehrarbeit war richtig schlecht. Ich bin unzufrieden.“ Staat ist nach diesem schwachen Auftritt froh, dass zwei Wochen Zeit bis zum nächsten Spiel gegen die SG Börde bleiben. „Wir haben sechs Trainingseinheiten, um einige Defizite aufzuarbeiten“, sagte der HF-Trainer.

Dass 34 eigene Tore nicht für den Sieg reichen, war den Defensivschwächen der Helmstedter geschuldet. Barsinghausen traf in vielen Szenen auf wenig Gegenwehr, die Helmstedter Torhüter Steffen Oppenheimer und Leonard Servas sahen sich den Angreifern der Gäste oft in Eins-gegen-Eins-Situationen gegenüber. Nach 22 Minuten hatten die Hausherren bereits 20 Gegentreffer kassiert, Barsinghausen hatte einen 5:6-Rückstand (8.) binnen 14 Minuten in eine 20:14-Führung gedreht.

Ihre Führung ließen sich die Barsinghäuser bis zum Ende nicht mehr nehmen. Die Gäste profitierten zudem bis Mitte der zweiten Hälfte von einer nahezu 100-prozentigen Chancenverwertung, während sich die Helmstedter beim Verwerten der Torchancen schwertaten. „Wir hatten bis dahin bestenfalls 40 Prozent, das war unterirdisch“, so Helmstedts Coach.

Staat versuchte alles, änderte zwischendurch Personal und Taktik, doch näher als beim 22:25 kam seine Mannschaft für lange Zeit nicht heran. In der Schlussviertelstunde stellten die Helmstedter auf Manndeckung um. Barsinghausens Angriffsschwung wurde schwächer, auch die Gäste leisteten sich nun Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse.

Hoffnung auf zumindest einen Punkt keimte bei den Helmstedtern noch einmal in der Schlussminute auf: Die Staat-Sieben hatte auf 33:34 verkürzt, erkämpfte sich nochmals Ballbesitz, vergab allerdings eine Doppelchance. Im Gegenzug machten die Gäste den Sack mit ihrem 35. Treffer zu.

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Servas – Bethge 3, Timplan 2, Lopez 4, Reiske 6, Frank 3, Kopp 2, Praest 4, Herda 5, Friedrich 5.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 7. Maerz 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 24

Staat fordert einfach mehr Konsequenz

HF Helmstedt erwarten Barsinghausen.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt.“Basche“ kommt: Der HV Barsinghausen, Tabellenachter der Handball-Oberliga, gastiert am Samstag (17 Uhr) in der Julianum-Sporthalle bei den HF Helmstedt-Büddenstedt, die mit 23:19 Punkten Siebter sind.

„Basche“, so der Szene-Name des Teams aus dem Raum Hannover, ist durchaus mit Vorsicht zu genießen. Die Mannschaft kann an guten Tagen fast jedem Oberligisten gefährlich werden. Vor Wochenfrist sammelte die Mannschaft im Heimspiel gegen den VfL Wittingen beim 30:21 die Punkte 20 und 21 und dürfte spätestens jetzt die Liga-Zugehörigkeit für die Saison 2016/2017 gesichert haben. Barsinghausen hat nun 13 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bei noch 12 ausstehenden Spielen.

Für das Helmstedter Publikum dürfte diese Konstellation bedeuten, dass es sich auf einen offenen Schlagabtausch beider Teams einstellen darf. Auch die Hausherren treten ohne Druck an, nachdem sie vor Wochenfrist nach harter Arbeit in einem Offensiv-Spektakel mit 36:34 beim Vorletzten TG Münden gewannen.

Im Hinspiel erkämpften sich die HF ein 27:27 in Barsinghausen – ein Resultat, das fast fünf Monate später wohl keine Zustimmung im HF-Lager findet. „Im Hinspiel haben wir viel zu unkonzentriert und nicht konstant genug gespielt“, erinnert sich Staat. „Wir müssen einfach konsequenter werden. Barsinghausen hat keine schlechte Truppe. Die machen viel Tempo und stehen hinten kompakt.“

Die Helmstedter wollen im zweiten Aufeinandertreffen den Sieg, auch vor dem Hintergrund, dass ihnen ein zweites Heimspiel in Folge bevorsteht. Nach 14-tägiger Pause – in der 17er-Liga sind die Helmstedter in der nächsten Woche turnusmäßig spielfrei, – empfangen sie am 19. März die vom Abstieg bedrohte SG Börde Handball. Erfreulich für die Handballfreunde: Torjäger Andy Ost kehrt aus den Urlaub zurück, unterstützt seine Mitspieler also wieder beim Torewerfen und gibt Trainer Tristan Staat mehr Alternativen im Rückraum. Dennoch ist Staat nicht sorgenfrei: „Irgendwie sind alle Spieler derzeit etwas angeschlagen.“

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 3. Maerz 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 27

Der Blick der HF geht wieder nach oben

Helmstedts Coach Tristan Staat wird beim 36:34-Geburtstagssieg in Münden zehn Jahre älter.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt zeigte bei der abstiegsbedrohten TG Münden eine gute Reaktion auf die deutliche Heimspiel-Abfuhr vor Wochenfrist gegen Tabellenführer MTV Braunschweig (22:30).

Für das Team von Trainer Tristan Staat, der am Spieltag seinen 26. Geburtstag feierte, endete die weiteste Auswärtsfahrt der Saison mit einem 36:34 (21:18)-Sieg. Mit nun 23:19 Punkte auf dem Konto und zwei Heimspielen in Folge dürfen die Helmstedter ihre Blicke in der Tabelle getrost wieder nach oben richten.

Staat war nur phasenweise zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. „Ich bin am Samstag zwar nur ein Jahr älter geworden, die Jungs haben es aber geschafft, dass es sich wie zehn Jahre anfühlte.“ Die HF lagen zwar die gesamte Spielzeit über in Führung, mit Ausnahme des 23:18- und des 34:30-Vorsprungs aber nie wirklich komfortabel.

Wieder einmal machten sich die Helmstedter das Leben selber schwer. Spielten sie ihre Angriffe mit Struktur und Konsequenz zu Ende, hatten sie alles im Griff. Doch auf Staats Statistikzettel standen am Ende 28 Fehlwürfe und Technik- und Regelfehler. „Und auch in der Abwehr haben wir nicht das gezeigt, was wir eigentlich können“, monierte der HF-Coach.

Erschwerend für die HF-Spieler kam hinzu, dass sich die Hausherren zu keinem Zeitpunkt der Partie geschlagen gaben. „Man hat den Mündenern jederzeit angemerkt, dass sie die beiden Punkte unbedingt behalten wollen, da ihnen nun die schweren Spiele gegen Hameln und Rosdorf bevorstehen“, sagte Staat. „Die Mündener haben keine schlechte Mannschaft, und sie haben – angetrieben von ihren Zuschauern – immer Gas gegeben.“

Beim Stand von 34:35 waren die Gastgeber tatsächlich wieder dran und überstanden in dieser Phase vier Helmstedter Angriffe mit glasklaren Torchancen unbeschadet. Erst im fünften Anlauf gelang dem Favoriten der erlösende 36. Treffer – auch, weil die Hausherren nach einer Zeitstrafe wegen Meckerns in Unterzahl auf dem Parkett standen. Staat: „Diese Entscheidung der Schiris war zu dem Zeitpunkt glücklich für uns.“

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Servas – Bethge 3, Timplan 4, Frank 4, Reiske 3, Praest 3, Kopp, Kopatsch, Lopez 7, Herda 5, Friedrich 7.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 29. Februar 2016 – Helmstedter Lokalsport – Seite 28