Kategorie: 1. Herren

Diese Kategorie enthält Berichte zur 1. Herrenmannschaft der Handballfreunde Helmstedt–Büddenstedt.

28:32 – HF-Rückzug zu langsam

Handball-Oberliga Helmstedt unterliegt Northeim zum Start.

Von Julian Jander

Helmstedt. Die kämpferische Einstellung stimmte, dennoch mussten sich die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt zum Saisonauftakt geschlagen geben. Der Oberligist verlor mit 28:32 (14:18) gegen den Northeimer HC.

Zu Beginn war die Partie noch recht ausgeglichen. Doch so richtig freuen konnten sich die Handballfreunde über eigene Torerfolge nicht: Zu schnell kam auch Northeim direkt wieder zu Treffern. „Northeim hat immer schnell geantwortet. Unser Rückzug war zu ineffektiv, zu langsam“, monierte HF-Trainer Tristan Staat und betonte: „Wir mussten für jedes Tor kämpfen. Northeim hat dagegen viele einfach Tore erzielt.“

Mitte der ersten Halbzeit setzten sich die Gäste dann mit einem 5:0-Lauf entscheidend ab und hatten schon zur Halbzeitpause den Vier-Tore-Abstand hergestellt, der auch am Ende noch Bestand haben sollte.

Zwischenzeitlich lagen die Handballfreunde gegen einen der Titelanwärter im zweiten Durchgang sogar mit sieben Treffern zurück. Doch die Helmstedter kämpften sich sogar noch mal auf zwei Tore Rückstand heran. Das gefiel auch ihrem Coach: „Die kämpferische Leistung war gut. Das muss man lobend hervorheben“, so Staat, dem auch die Torhüterleistung gefiel. In der Offensive stach Nilas Praest mit zehn Toren heraus.

Neben dem schwachen Rückzugsverhalten kritisierte HF-Coach Tristan Staat aber auch das Wurfverhalten seiner Mannschaft: „Wir hatten zu viele Fehlwürfe aus unvorbereiteten Wurfsituationen.“

Aufstellung der Handballfreunde: Schneider, Oppenheimer – Herrmann, Ost, Timplan, Reiske, Frank, Lopez, Praest, Bethge, Kopp, Kopatsch.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 7. September 2015 – Helmstedter Lokalsport – Seite 26

Drittligist gastiert in Helmstedt

Die Oberligamannschaft der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt hat im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die kommende Saison am Donnerstag, 20. August 2015 einen attraktiven Gegner zu Gast. Ab 19.30 Uhr spielen die Schützlinge des neuen Trainergespanns Tristan Staat/Markus Kopp in der Gymnasium-Sporthalle Helmstedt gegen die zweite Mannschaft des SC Magdeburg. Die junge Garde aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts wurde in der vergangenen Saison souverän Meister der 3. Liga, durfte aber auf Grund der Regularien des Deutschen Handball-Bundes nicht in die 2. Liga aufsteigen.

Als Unterbau für die Bundeliga-Mannschaft des SCM soll Trainer Bennet Wiegert die zumeist jungen Spieler weiter fördern und die Talente so näher an das Bundesliga-Niveau heranführen. Aus dem aktuellen Bundesligakader haben z. B. Dario Quenstedt, Yves Grafenhorst, Matthias Musche und Andreas Rojewski früher bei den Youngsters gespielt.

Die Verantwortlichen der Handballfreunde freuen sich natürlich, kurz vor dem Saisonstart solch einen interessanten Gegner in Helmstedt begrüßen zu dürfen. Die Magdeburger beginnen am 29.August die Saison in der 3. Liga mit einem Auswärtsspiel bei DHK Flensborg und für die Handballfreunde startet die Oberliga am 05. September mit einem Heimspiel gegen den Drittliga-Absteiger Northeimer HC.

Bei den Handballfreunden Helmstedt-Büddenstedt werden sicherlich auch einige Neuzugänge zum Einsatz kommen, um das Zusammenspiel der Mannschaft unter Wettkampfbedingungen zu festigen. „Wir hoffen, den Zuschauern ein ansehnliches Spiel zeigen zu können“ ,so das Trainergespann der HF.

Ein Linkshänder wird noch gesucht

Handball-Oberliga Neu-Trainer Tristan Staat bittet Handballfreunde zum Aufgalopp. Sieben Neue sind dabei.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. 25 Tage nach dem letzten Punktspiel der Saison 2014/2015 beim SV Alfeld stand für die Oberliga-Handballer der HF Helmstedt-Büddenstedt das Auftakttraining in der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit auf dem Programm.

Neuzugänge-erste-herren-25062015

Neu-Trainer Tristan Staat bat seine Jungs in der Julianum-Sporthalle zum Aufgalopp. Bereits zwei Tage zuvor trafen sich die Spieler zu einem Grillabend – inklusive Trainer waren sieben Zugänge dabei. „Eigentlich wollten wir ein bisschen Beachvolleyball spielen, aber diese Aktion ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen“, erzählt Staat.

Zunächst drei Wochen lang wird Staats mit seiner Mannschaft Grundlagen der Schnelligkeit und Ausdauer erarbeiten, auch die Abwehrarbeit gehöre in dieser ersten Trainingsphase bereits zu den Übungsinhalten, erzählte der mit 25 Jahren jüngste Oberliga-Trainer. Den Abschluss bilden zwei Spiele gegen die Youngsters des Bundesligisten SC Magdeburg – eins in der Bördestadt, eins in Helmstedt. Nach einer dreiwöchigen Pause – viele Spieler befinden sich dann ohnehin im Urlaub – geht es dann an den Feinschliff. Testspiele, Trainings, Testspiele – in diesem Rhythmus geht es durch den August, ehe am 12. September der erste Spieltag auf dem Plan steht.

Um die dringend benötigten personellen Verstärkungen an Land zu ziehen, haben Gunnar Mollenhauer, sportlicher Leiter der HF, sowie Staat ihre guten Kontakte in Sachsen-Anhalt spielen lassen. Einige Akteure haben eine Vergangenheit beim SC Magdeburg, Sascha Timplan (linker Rückraum) und Torhüter Florin Schneider kommen wie Staat aus der Dübener Heide vom TuS Radis. Neuer Co-Trainer ist Markus Kopp, der in der vergangenen Saison fünf Spieltage vor dem Ende sein Comeback als Spieler bei den HF gefeiert hatte. Der 37-Jährige löst Jan Disselhoff ab, der sich künftig um Organisatorisches im Umfeld kümmern wird.

Gänzlich abgeschlossen haben die Helmstedter ihre Personalplanungen indes nicht. „Wir suchen noch nach einem Linkshänder für die rechte Angriffsseite“, sagt Staat. Mit einem Kandidaten sei der Verein in engem Kontakt. „Er entscheidet sich zeitnah zwischen zwei Vereinen, nämlich zwischen uns und einer anderen Mannschaft.“ Staat sieht der Entscheidung gelassen entgegen. „Wir haben für diese Position drei Eisen im Feuer.“

Ein neuer Trainer und viele weitere neue Gesichter: Es hat sich einiges getan im Aufgebot des Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt.

Zugänge: Tristan Staat (Trainer; TuS Radis/SC Magdeburg), Marius Herda (SC Magdeburg), Sascha Timplan (TuS Radis), Florin Schneider (TuS Radis/SC Magdeburg), Niklas Friedrich (SC Magdeburg), Christian Lopez (MTV Braunschweig), Robert Reiske (BSV Magdeburg).

Abgänge: Björn Oswald, Marc Oswald (beide berufsbedingter Umzug nach Cuxhaven), Lukas Block (Verein noch offen), Christian Böhm (Karriereende), Jens Sikora (verletzungsbedingt Karriereende), Trainer Sebastian Munter (berufsbedingt), Co-Trainer Jan Disselhoff (arbeitet im organisatorischen Bereich weiter).

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 25. Juni 2015 – Helmstedter Lokalsport – Seite 30

27:37 – klare Schlappe zum Saisonabschluss

Handball-Oberliga: HF verlieren beim Absteiger SV Alfeld.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. „Die Luft war raus.“ Sebastian Munter nahm es indes gelassen. Mit 27:37 (13:20) verloren seine Oberliga-Handballer der HF Helmstedt-Büddenstedt ihr letztes Saisonspiel bei Absteiger SV Alfeld.

Munters Gelassenheit war darin begründet, dass seine Mannschaft bereits vor Wochenfrist ihr viertes Jahr in Folge in der vierthöchsten Liga gesichert hatte. Zudem war es Munters Abschiedsvorstellung an der Seitenlinie. Der 34-Jährige verlässt die HF aus beruflichen Gründen.

„Keinen Vorwurf an die Spieler. Sie hatten ihren emotionalen Höhepunkt vergangenen Samstag mit dem Heimsieg gegen Rosdorf-Grone“, sagte Munter. Ihn wurmte lediglich das in der zweiten Halbzeit phasenweise allzu lässige Defensivverhalten seiner Jungs. Alfelds Torjäger Maximilian Zech (12 Tore) sowie SVA-Linksaußen Jannis Wilken (10) nutzten die Freiräume und trafen fast nach Belieben.

Diese beiden Akteure standen sinnbildlich für die gesamte Alfelder Mannschaft, so Munter. „Die wollten es in ihrem letzten Oberligaspiel noch einmal wissen.“ Der Auftritt der Alfelder bestätigte Munter in seiner Meinung: „Alfeld ist kein typischer Absteiger. Die Mannschaft ist viel besser, als es ihr Tabellenplatz aussagt.“

Auf ein Aufbäumen seiner Mannschaft, die nur bis zum 11:9 (13.) auf Tuchfühlung blieb, wartete der Helmstedter Coach im zweiten Durchgang vergeblich. Stattdessen nutzte Munter die Chance, allen Spielern gleiche Anteile auf dem Parkett zu geben. „Jeder konnte sich noch mal zeigen, vor allem jene Jungs, die in den vergangenen Wochen etwas weniger gespielt haben.“ Unter dem Strich stand ein 27:37, die Munter trotz aller Rücksichtnahme nicht schmeckte: „Zehn Tore Unterschied gegen einen Absteiger sind ein bisschen zu viel.“

Aufstellung & Tore Handballfreunde: Oppenheimer, Böhm – Bruchno 3, Block, Frank, Motzko, Held 2, Kopatsch 1, Hermann 1, Praest 11, Ost 8, Müller 1.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 1. Juni 2015 – Helmstedter Lokalsport – Seite 26

Munter: Nicht alle wollten sich wehtun

Handball HF-Coach im Kurzinterview.

Helmstedt. Aus und vorbei: Die Saison in der Handball-Oberliga ist vorüber. Grund genug für unseren Mitarbeiter Jörg Kleinert, bei Sebastian Munter, Coach der HF Helmstedt-Büddenstedt, einmal nachzuhaken.

Herr Munter, Ihre Mannschaft beendet ihre dritte Oberliga-Saison in Folge als Tabellenelfter. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Für mich war es eine enttäuschende Saison, ich hatte mit einem einstelligen Tabellenplatz gerechnet. Die abschließende Analyse steht noch aus, aber Spielerabgänge und Verletzungen während der Saison haben uns ordentlich zugesetzt.

Welche positiven Dinge gab es in dieser Saison?
Die Mannschaft hat sich trotz aller Probleme in den vergangenen zwei Monaten aufgerappelt und gegen den drohenden Abstieg gekämpft. Wir haben im dritten Jahr in Folge die Oberliga-Zugehörigkeit bestätigt. Das ist ein Erfolg für Helmstedt.

Was muss sich in der kommenden Saison ändern?
Ganz klar, das Abwehrverhalten. Der alte Spruch gilt nach wie vor: In der Abwehr gewinnt man Spiele. Und: Handball tut weh. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass sich in dieser Saison alle Spieler wehtun wollten.

Wie geht es mit Sebastian Munter weiter? Können Sie wirklich vom Handball lassen?
Ich gehe aus beruflichen Gründen. Der Job hat momentan Priorität. Ich bleibe aber in Kontakt zu allen in Helmstedt. Und auch dieser alte Spruch gilt nach wie vor: Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 1. Juni 2015 – Helmstedter Lokalsport – Seite 26