Kopp: Mund abputzen – weitermachen

Die HF Helmstedt starten mit einem 25:27 in die Saison

Fehlstart für die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt: Zum Auftakt der Oberliga-Saison musste sich das Team um das Trainerduo Markus Kopp/Matthias Rudow in der heimischen Julianum-Sporthalle der TSV Burgdorf III mit 25:27 (11:14) geschlagen geben.

Die Ursache für die Niederlage machte HF-Trainer Markus Kopp schnell aus: „Unser Angriff hat nicht wie gewünscht funktioniert. 11 Tore vor der Pause und 14 in der zweiten Halbzeit – das ist zu wenig.“ Burgdorf dagegen erzielte oftmals Tore der „Marke einfach“, so Kopp. „Bei denen ist im Rückraum einer hochgestiegen, hat abgezogen und getroffen. Diese leichten Tore haben uns gefehlt.“ Helmstedts Rückraumspieler waren weit entfernt von so etwas wie einer Frühform. Tim Wiebe traf früh doppelt und danach im gesamten Spiel nicht mehr. Torben Wanzek fehlte in seinem ersten Oberliga-Spiel bisweilen der Mut, auch er lieferte nicht die erhoffte Entlastung. Weniger ins Gewicht fiel, dass Tim Bolecke (erkrankt) ausfiel. Jan-Luca Schülke war auf der Linksaußenposition ein starker Ersatz für Helmstedts Top-Torjäger der vergangenen Saison. Mit fünf Treffern hinterließ Schülke eine Duftmarke und empfahl sich für weitere Einsätze.

Den am Ende entscheidenden Bruch im Spiel gab es aus Helmstedter Sicht zwischen der 17. und 22. Minute, als sich die Gastgeber ihre 7:6-Führung entreißen ließen und sich plötzlich mit 8:12 im Hintertreffen sahen. Diesem Rückstand liefen die HF bis zum Ende hinterher, lediglich beim 14:15 (36.) durch Robin Danneberg schnupperten sie nach starkem Start in Hälfte 2 noch einmal am Gleichstand.

In den Schlussminuten keimte bei den Hausherren letztmals Hoffnung auf. Johannes Frenkel, Schülke und Marius Herda verkürzten den 20:25-Rückstand (53.) mit drei Toren binnen 90 Sekunden zum 23:25(55.). Jan Schlüters Zeitstrafe (56.) bremste die Aufholjagd der Hausherren aus, ein Doppelschlag der Gäste zum 27:23 (58.) entschied die Partie. Die Treffer in der Schlussminute von Schlüter und Danneberg zum 25:27-Endstand hatten nur noch kosmetischen Wert. „Mund abputzen, weitermachen“, sagte Kopp knapp. Es bedürfe wohl noch eine Weile, um die wegen fehlender Hallenzeiten nicht ganz optimal verlaufene Saisonvorbereitung aufzuarbeiten.

HF: Baum, Klauß – Herda 5, Rudow, Wiebe 2, Motzko, Schülke 5, Kopp, Frenkel 7, Schlüter 1, Wanzek 2, Duderstadt, Danneberg 3.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 05.10.2020

Robin Danneberg erzielte drei Treffer gegen den TSV Burgdorf III. Foto: Detlev Keller

HF haben die „Qual der Wahl“

Die Helmstedter gehen mit 17 Akteuren in die neue Spielzeit.

Fast sieben Monate Punktspielpause. An diesem Samstag hat das lange Warten für Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt ein Ende. Um 18 Uhr gastiert zum Saisonauftaktspiel die TSV Burgdorf III in der Helmstedter Julianum-Sporthalle. In der Mitte März abgebrochenen Saison 2019/2020 belegte der Burgdorfer Bundesliga-Nachwuchs Platz 9 – einen Rang und einen Punkt hinter den HF.

Auf die Helmstedter um ihr Trainergespann Markus Kopp/Matthias Rudow wartet eine Mammutsaison. Aufgrund des um einen Monat verspäteten Starts zieht sich die Spielzeit in der auf 15 Teams aufgestockten Oberliga bis in den Juni 2021 hinein. Nur gut, dass die Handballfreunde auf einen im Vergleich zu den vergangenen Jahren personell deutlich vergrößerten Kader setzen können.

Zwar haben Allrounder Christian Lopez (VfB Fallersleben) und Ergänzungsspieler Marc Stapf (TSG Calbe) den Verein verlassen, doch im Gegenzug gab es fünf Zugänge. Rückkehrer Marius Herda (MTV Vorsfelde) soll auf der Mitte-Position die Fäden ziehen, Torben Wanzek (MTV Stadeln), mehrfacher Landesliga-Toptorjäger in Bayern, und der 19-jährige Linkshänder Max Duderstadt (Post SV Magdeburg) geben Kopp/Rudow mehr Optionen im Rückraum. Jan-Luca Schülke (Calbe) gilt auf Linksaußen als Back-up für Oberliga-Topmann Tim Bolecke. Leon Kostka unternimmt nach langer Verletzungspause einen vorsichtigen Neustart, er könnte im Saisonverlauf für Entlastung im Rückraum sorgen.

„Wir sind 17 Leute. Das heißt: Wir haben personell die Qual der Wahl“, sagt Kopp. „Das ist ein schönes Gefühl.“ Sich selbst sieht der Routinier eher am Spielfeldrand als auf dem Parkett – sofern die pro Partie erlaubten 14 Spieler fit sind. Gleiches gelte für Rudow, der als Aufbauspieler durch Herdas Rückkehr deutlich entlastet wird. Auch Roman Bruchno dürfte eher in einer Stand-by-Rolle zu sehen sein, zumal der Linkshänder es aus familiären Gründen nicht zu jeder Trainingseinheit und zu jedem Punktspiel schafft.

Unter dem Strich fällt Kopps Urteil über die Vorbereitungswochen auf die neue Saison, die für die HF aufgrund der Hallen-Sperrung im Julianum holprig begannen, positiv aus. Die Automatismen greifen, die Mannschaft ist auf vielen Positionen bestens aufeinander abgestimmt. Torjäger Tim Wiebe und Herda bilden im Rückraum laut Kopp „ein gut eingespieltes Tandem“. Dies hätten die Vorbereitungsspiele verdeutlicht. Auch Torben Wanzek zeige vielversprechende Ansätze, vor allem in der Abwehr. Und auf die legen die Helmstedter in der neuen Spielzeit ein besonderes Augenmerk. „Wir brauchen defensiv mehr Stabilität. Regelmäßig 30 Gegentore und mehr – das war grausig in der vergangenen Saison“, sagt Kopp.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 01.10.2020

Erster Aufgalopp der Handballfreunde

Helmstedter haben erschwerte Trainingsbedingungen. Verband legt Datum für Saisonauftakt fest.

3. Oktober 2020 – dieses Datum haben sich die Oberliga-Handballer der HF Helmstedt-Büddenstedt dick im Kalender notiert. An diesem Tag startet die neue Spielzeit. Darauf verständigte sich das Präsidium des Handball-Verbands Niedersachsen (HVN), nachdem zu Wochenbeginn weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten sind. Soll heißen: Ab sofort ist laut der nun gültigen Verordnung der Landesregierung wieder Kontaktsport in Niedersachsen auch in allgemeinen Gruppen von bis zu 30 Personen möglich, nicht mehr nur in festen.

Die Tür zum Neustart der Handball-Saison ist folglich mehr als einen Spalt weit geöffnet. Neben den HF starten die Verbandsligisten HSV Warberg/Lelm und HG Elm am Wochenende 3./4. Oktober in die neue Saison. Landesligist VfL Lehre muss sich dagegen noch bis zum 24./25. Oktober gedulden.

Auf die Helmstedter Teams kommt eine Mammut-Saison zu. Die von 14 auf 15 Teams aufgestockte Oberliga etwa – nur Meister MTV Braunschweig stieg in die 3. Liga auf, mit der SG Börde Handball und dem VfB Fallersleben rücken die Verbandsliga-Führenden nach – endet erst Anfang Juni 2021. Gleiches gilt für die Verbandsliga. So besagt es ein vorläufiger Rahmenspielplan des Verbandes.

Oberligist HF startete zu Wochenbeginn in die Vorbereitung. Trainer Markus Kopp holte seine Jungs im Maschstadion zusammen. Es war ein lockerer Aufgalopp. Nach zwei Laufrunden durch den Wald tobten sich die Spieler noch auf dem Beachvolleyballfeld aus. Ihre Grundlagen-Ausdauer holen sich die Handballfreunde noch bis Anfang August im Freien. Die Hallen-Spielstätte der HF im Julianum ist weiter nicht nutzbar, auf dem Parkett seien laut Kopp trotz der beginnenden Sommerferien weiter Tische und Stühle für den Schulbetrieb aufgebaut.

Damit sie überhaupt in der Halle trainieren können, reisen die Helmstedter ab dem 5. August einmal pro Woche in den benachbarten Landkreis Börde, um sich in der Sporthalle in Beendorf in Form zu bringen. „Aber es bleibt dennoch ein enormer Wettbewerbs-Nachteil für uns“, sagt Kopp. Er kenne viele Liga-Kontrahenten, die deutlich mehr Hallenzeiten in der Vorbereitung zur Verfügung hätten. „Wir müssen halt versuchen, diesen Nachteil durch viele Testspiele einigermaßen auszugleichen“, sagt der HF-Coach. „Dabei hilft uns unser gutes Netzwerk weiter.“

So seien mit Sachsen-Anhalt-Ligist TSG Calbe, bei der Helmstedts Ex-Trainer Andreas Wiese neu einsteigt, als auch mit Drittligist Youngsters Magdeburg Testspiele vereinbart worden. Ein Turnier in Köthen steht ebenso auf dem Vorbereitungsplan der HF, zudem soll der Kontakt zu Nachbarvereinen wie der HG Elm, dem HSV Warberg/Lelm oder zum HSV Haldensleben geknüpft werden. Kopp: „Wir müssen halt versuchen, uns unsere Form über möglichst viele Testspiele zu holen.“

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 17.07.2020

HF-Trainer Markus Kopp (Zweiter von links) begrüßte die Helmstedter Handballer zum ersten Training nach der langen Pause.

Leon Kostka kehrt zurück

Neuzugang Nummer 5 für Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt

Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt sattelt personell weiter drauf. Nach Linkshänder Max Duderstadt (Post SV Magdeburg), Spielmacher Marius Herda (MTV Vorsfelde), Rückraumspieler Torben Wanzek (MTV Stadeln, Bayern) und Linksaußen Jan-Luca Schülke (TSG Calbe) ist Zugang Nummer 5 ein alter Bekannter. Einer, der seit fast vier Jahren keinen Handball angefasst hat, der aber nie ganz weg war aus Helmstedt.

Gemeint ist Leon Kostka, ein 25-jähriger Zwei-Meter-Mann, der sich nach seinem Wechsel 2015 vom HSV Magdeburg zu den HF nie so wirklich von seiner sportlichen Seite zeigen konnte. Der Grund: Kostka riss das Kreuzband im Knie. Eine Operation brachte nicht den gewünschten Erfolg. Es folgte ein zweiter Eingriff, bei dem ihm ein neues Kreuzband-Implantat eingesetzt wurde.

„Leon Kostka war bei uns aber nie weg“, sagt HF-Trainer Markus Kopp. „Bei den wichtigen Ereignissen war er zur Stelle.“ Kopp bezieht sich damit weniger auf die Pflichtspiele seiner Mannschaft, in denen Kostka unterstützend zur Seite stand. Seine „stärksten Auftritte“ habe der Rückkehrer bei Team-Events abseits des Hallenparketts gehabt – Kopp nennt exemplarisch Saisonabschlussfahrten nach Mallorca inklusive Schinkenstraße und Ballermann, die Weihnachtsfeiern und eine legendäre After-Game-Pool-Party. „Jetzt will sich Leon im Training langsam herantasten, um zu sehen, wie sein Knie unter Belastung reagiert“, sagt der Trainer.

Zum Trainingsauftakt treffen werden sich die HF-Spieler – noch ist vom Verband kein offizielles Saisonstart-Szenario skizziert – am 13. Juli im Maschstadion. „Wir werden in den ersten Einheiten vermehrt auf dem Sportplatz unterwegs sein“, so Kopp. Dies habe er mit seinem Trainerkollegen Matthias Rudow so abgestimmt. Bis dahin sei jeder Spieler angehalten, so der Coach, sich selbst fitzuhalten. „Alle Nachweise darüber gehen digital am Matthias Rudow“, erklärt Kopp. Die positive Zwischenbilanz: „Bislang halten sich alle Spieler an unsere Vorgaben.“

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 23.06.2020

Neuzugang Nummer fünf für die kommende Saison: Leon Kostka.

Weitere Neuzugänge für die Handballfreunde

Die HF Helmstedt-Büddenstedt basteln eifrig weiter am Kader für die kommende Saison und vermelden zwei weitere Zugänge.

Nach den März-Verpflichtungen von Linkshänder Max Duderstadt (Post SV Magdeburg) und Spielmacher Marius Herda (MTV Vorsfelde) meldet Oberligist Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt zwei weitere Verpflichtungen. Der 21-jährige Torben Wanzek, ein großgewachsener Rückraumspieler, wechselt vom bayerischen Landesligisten MTV Stadeln zu den Kreisstädtern. Wanzek unterschrieb bei den HF für zwei Jahre. Jan-Luca Schülke kommt vom Sachsen-Anhalt-Ligisten TSG Calbe nach Helmstedt. Der 22-jährige Linksaußen wird der Back-up für Tim Bolecke, der auf dieser Position Oberliga-Topniveau verkörpert.

Verlassen wird die HF dagegen nach nur einem halben Jahr Marc Stapf. Den Linkshänder zieht es zur neuen Saison zur TSG Calbe. Neuer Trainer dort ist Andreas Wiese. Der 40-Jährige hatte im Januar aufgrund beruflicher Belastungen seinen Trainerposten bei den Handballfreunden geräumt und steigt in diesem Sommer in Calbe wieder ein. Zweiter Abgang der HF neben Stapf ist Christian Lopez, der den Verein nach fünf Jahren in Richtung Oberliga-Aufsteiger VfB Fallersleben verlässt.

Doch wie kam ausgerechnet der Kontakt zu Torben Wanzek zustande. HF-Trainer Markus Kopp klärt auf: „Über Florian Kopatsch“. Der frühere Kreisläufer der HF trainiert inzwischen den Landesligisten Stadeln. Und da Wanzek, der in der Jugend des Bundesligisten HC Erlangen groß geworden ist, demnächst sein Wirtschaft-Studium an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal aufnimmt, knüpfte „Rosi“ Kopatsch für seinen Schützling kurzerhand den Kontakt nach Helmstedt. Die HF-Verantwortlichen um das Trainerduo Kopp/Matthias Rudow sowie Teammanager und Torhüter Steffen Klauß betrachten den 21-Jährigen als willkommene Verstärkung für die Rückraumpositionen.

„Torben ist groß, kräftig, schnell, dynamisch und flexibel einsetzbar“, sagt Kopp nach seinem Video-Studium über Wanzek, der in Stadeln im Schnitt auf acht Tore pro Spiel kam und sich zwei Spielzeiten in Folge die Torjägerkrone der Landesliga aufsetzte. Wanzek sei zudem ein guter Abwehrspieler. Er soll im Mittelblock Tim Wiebe und Max Kolditz unterstützen und dabei helfen, die in der vergangenen Saison oft löchrige HF-Abwehr zu stabilisieren.

Ein Probetraining konnte Wanzek Corona-bedingt bei den HF nicht absolvieren, die Helmstedter dürften sich laut Florian Kopatsch aber auf „einen jungen, ehrgeizigen Spieler“ freuen, den ein starker Wurf und ein für sein junges Alter schon sehr gutes Abwehrspiel auszeichnen.

Bei Jan-Luca Schülke mussten die HF-Verantwortlichen in einigen Gesprächen Überzeugungsarbeit leisten. „Immerhin hat er mit Tim Bolecke auf Linksaußen einen Topmann der Oberliga vor sich“, sagt HF-Coach Kopp. Schließlich entschied sich der Notfallsanitäter in Ausbildung aber doch für die Helmstedter und gegen einen Wechsel zum Verbandsligisten Post SV Magdeburg, der ebenfalls an ihm interessiert war.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 06.06.2020

Tim Wiebe darf sich auf zwei weitere Verstärkungen in der kommenden Saison freuen. Foto: Detlev Keller