Handballfahrt nach Hannover

Mit zwei großen Reisebussen fuhren mehr als 60 Kinder und Jugendliche der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt sowie rund 40 Trainer, Betreuer und interessierte Eltern zum letzten Punktspiel des TSV Hannover-Burgdorf gegen die Füchse Berlin.

In der ausverkauften Hannoveraner Swiss-Life-Hall sicherten sich die Berliner mit einem knappen 31:30-Sieg die Qualifikation zur Champions-League. Dabei verwandelte Iker Romero in der Schlusssekunde einen Strafwurf zum glücklichen Sieg. „Für die Kinder war die Fahrt ein tolles Erlebnis. Nach dem Spielende hatten alle auch noch die Gelegenheit, sich Autogramme zu holen oder mit den Spielern fotografieren zu lassen“, berichtete Wilfried Beushausen, Vorsitzender der Handballfreunde. In diesem Rahmen dankte er auch dem Förderverein HF Pool 100, der die Fahrt nach Hannover finanziell unterstützte.

Und so hat der neunjährige Fabian Spelly aus der männlichen E-Jugend den Tag erlebt:

Wir sind am 8. Juni um 14 Uhr mit zwei Bussen nach Hannover gefahren. Auf der Fahrt gab es Apfelsaft und Orangensaft. Es dauerte sehr lange bis wir einen Parkplatz gefunden hatten. Als wir aus dem Bus draußen waren, haben wir unsere Karten bekommen. Wir sind dann in die Swiss Life Hall gegangen. Alle haben sich schon auf ihren Platz gesetzt. Wir haben sogar gesehen, wie die Spieler sich warm gemacht haben. Es wurde in der Halle sehr dunkel, wo die Spieler von Hannover hereinkamen sind gleichzeitig Trommeln mit LED-Beleuchtung von der Tribüne herunter gekommen. Es gab auch Nebel.

Als das Spiel los ging führte Hannover. Aber zum Schluss wurde es noch einmal spannend. Es waren nur noch vier Sekunden zu spielen. Dann foulte Morten Olsen Johannes Sellin so stark, dass er eine rote Karte bekam. Dafür gab es einen Siebenmeter. Iker Rommero machte ihn zum 30:31 für die Berliner Füchse herein. Nach dem Spiel konnte man sich Autogramme holen. Danach wurden fünf Hannoveraner Spieler verabschiedet. Manche haben sich noch etwas aus dem Fan Shop geholt, zum Beispiel einen Ball. Danach sind wir wieder mit dem Bus nach Helmstedt gefahren. Wir haben alle noch ein großes Gruppenfoto gemacht. Es hat allen viel Spaß gemacht.

„Einfach zu grün“ für den Klassenerhalt

Oberliga: Die Handballfreunde wollen wieder angreifen

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Am Ende hat es nicht mehr gereicht. Drei Punkte fehlten Aufsteiger Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt, um in der Oberliga zu bleiben. Dem Team von Trainer Gunnar Mollenhauer gelangen in 30 Spielen nur 6 Siege und 3 Unentschieden – zu wenig für das rettende Ufer.

Vor allem im heimischen Julianum war die Punkteausbeute zu mager. Abgesehen vom bedeutungslosen 36:32-Erfolg am letzten Spieltag gegen Großenheidorn holten die Handballfreunde in eigener Halle nur zwei weitere Siege, nämlich gegen Warberg (26:24) und gegen Soltau (27:23). In den Heimspielen gegen die Mitabsteiger Stadtoldendorf (18:19) und Aue Liebenau (37:37) ließen die HF drei Punkte liegen, die am Ende fehlten. „Wir waren in einigen Spielen einfach zu grün“, stellt der Trainer fest. „Unser Oberliga-Aufstieg kam vielleicht ein Stück zu früh.“

Es seien auch Fehler gemacht worden nach dem Sprung in die vierthöchste deutsche Spielklasse, sagt Mollenhauer rückblickend. „Wir haben im Training den gleichen Aufwand betrieben wie zu Verbandsligazeiten. Der reichte zwar für den Aufstieg, aber nicht, um in der Oberliga bestehen zu können“, so der Handballfreunde-Trainer. „Diesen Schuh ziehe ich mir an.“

Mehr Volumen, mehr Nachhaltigkeit, mehr Aufwand – Mollenhauer will „die Ärmel hochkrempeln“. Und er will mit seiner Mannschaft in der kommenden Saison wieder angreifen.

Um dies in der Verbandsliga umzusetzen, sei kein großer personeller Umbruch notwendig. „Den hatten wir im letzten Jahr schon vollzogen“, sagt der Handballfreunde-Trainer. Vielmehr möchte er seine Mannschaft punktuell verstärken. „Ein neuer Kreisläufer wäre nicht schlecht“, sagt Mollenhauer. Schließlich zieht sich Robert Gottschalk aus Studiengründen zurück. Aber auch im Rückraum könne er sich gut noch einen weiteren Spieler vorstellen, der die bestehende Achse Hagen Sommerfeld/Andy Ost unterstützt. Gespräche mit Kandidaten laufen, so Mollenhauer.

In den kommenden drei Wochen wird Mollenhauer seinem Team eine Handballpause gönnen, unterbrochen nur von einer Teilnahme am Beachturnier in Warnemünde. Am 7. September steigen die Handballfreunde wieder in die Saison ein. Im ersten Punktspiel geht es dann zur HSG Plesse-Hardenberg.

Das tut sich im Kader:
Abgänge: Andreas Witzke und Rene Schnetter (beide Ziel unbekannt), Robert Gottschalk (Studium).
Zugänge: noch keine.

Wolfsburger Nachrichten, Helmstedt – 6. Juni 2013 – Helmstedter Lokalsport – Seite 37

36:32 – zum Abschied gibt es einen Sieg

Handballfreunde Helmstedt bezwingen Großenheidorn

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Zum Abschied gab es einen Sieg. Mit 36:32 (16:13) gewannen die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt in eigener Halle gegen den MTV Großenheidorn ihr vorerst letztes Oberliga-Spiel. Nach nur einer Saison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse geht es für die Handballfreunde als Tabellenzwölfter zurück in die Verbandsliga.

„Es war zum Abschluss eine sehr niveauarme Oberliga-Partie“, sagte Handballfreunde-Trainer Gunnar Mollenhauer. Bei den Gästen war die Luft komplett raus, die Handballfreunde waren zumindest von dem Willen angetrieben, ihr letztes Spiel erfolgreich zu beenden. Und so kam es auch. Die Helmstedter ließen Großenheidorn bis zum 7:7 noch viel Raum zum Mitspielen, setzten sich aus einer zupackenden Abwehr heraus jedoch auf 11:7, 19:14 und 22:16 ab.

Mollenhauer gab allen Spielern viel Einsatzzeit, nahm aber Torjäger Andy Ost bereits nach fünf Minuten vom Feld. Der Rückraumspieler klagte über Probleme mit dem Wurfarm. „Eine Vorsichtsmaßnahme, wir wollten im letzten Spiel nichts mehr riskieren.“ Enrico Herrmann ersetzte Ost im linken Rückraum und machte seine Sache glänzend.

Dass die Gäste beim 27:25 noch einmal auf Tuchfühlung waren, beunruhigte aufseiten der Helmstedter keinen. „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir wieder ein Tor vorlegen können“, sagte Mollenhauer. Kurze Zeit später waren die Hausherren wieder auf vier Tore enteilt und transportierten diesen Vorsprung problemlos über die Zeit.

Die Aufstellung der Handballfreunde: Neubauer, Behne – Sommerfeld, Klein, Ost, Jürges, Bethge, Block, Schöttke, Herrmann, Witzke, Gottschalk.

Handballfreunde bereiten sich schon für die neue Spielzeit vor

Die Handballfreunde wollen mittelfristig wieder zurück in die Oberliga

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. Sportlich endet die erste Oberliga-Saison der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt enttäuschend. Bereits vor dem abschließenden Heimspiel gegen den MTV Großenheidorn am Samstag um 17:00 Uhr in der Julianum-Sporthalle steht der sofortige Wiederabstieg fest.

„Natürlich wollen wir uns vor eigenem Publikum mit einer ansprechenden Leistung und möglichst mit einem Sieg verabschieden“, sagt Handballfreunde-Trainer Gunnar Mollenhauer, dessen Blick indes längst Richtung kommende Spielzeit gerichtet ist. „Wir arbeiten derzeit knallhart an der Vorbereitung auf die nächste Saison“, sagt Mollenhauer. Dazu gehört, dass der eine oder andere neue Spieler nach Helmstedt gelockt werden soll. Kein leichtes Unterfangen, wie Mollenhauer weiß. Schließlich spielen die Handballfreunde künftig eine Klasse tiefer in der Verbandsliga.

Einen ganz großen personellen Umbruch soll es aber nicht geben. „Den hatten wir bereits nach der vergangenen Saison hinter uns.“ Am liebsten wäre Mollenhauer jedoch, einen gestandenen Abwehrspezialisten an die Angel zu bekommen. Auch ein neuer Kreisläufer muss her, denn Robert Gottschalk verlässt die Handballfreunde. „Robert will in der Endphase seines Studiums andere Schwerpunkte setzen“, weiß Mollenhauer. Mit unbekanntem Ziel verlassen Andreas Witzke und Rene Schnetter den Verein.

Klar ist, dass das einjährige Oberliga-Intermezzo keine einmalige Geschichte gewesen sein soll. Vielmehr soll es mittelfristig zurückgehen in die vierthöchste deutsche Spielklasse. Dazu müsse es Veränderungen geben, sagt Mollenhauer. „Wir sind in drei Jahren zweimal aufgestiegen – ohne danach unseren Aufwand zu erhöhen.“

Mollenhauer wird konkreter: „Wir haben ein junges Team. Und um die Oberliga zu halten, muss man nachhaltiger und mehr trainieren.“ Dies sei vor einem Jahr nicht passiert. Mollenhauer ist selbstkritisch. „Diesen Schuh ziehe ich mir an.“

Quelle: Wolfsburger Nachrichten, Helmstedt – 30. Mai 2013 – Helmstedter Lokalsport – Seite 36

Mollenhauers Team einfach noch zu grün

Handball-Oberliga: Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt verlieren bei der SG Hohnhorst Haste 28:29.

Von Jörg Kleinert

Helmstedt. 28:29 (12:16) bei der SG Hohnhorst Haste verloren: War das der Abstieg für Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt? „So wie es aussieht – ja.“ Auch für HF-Trainer Gunnar Mollenhauer tendiert die Hoffnung auf ein zweites Jahr mit seiner Mannschaft in der vierthöchsten Spielklasse gen null.

„Es steigen wohl jetzt doch drei Mannschaften ab. Dem Wunsch aller Vereine, nach dieser Saison nur zwei Mannschaften absteigen zu lassen, ist der Verband nie offiziell nachgekommen“, verdeutlicht Helmstedts Trainer.

Die Partie in Haste war laut Mollenhauer „ein Spiegelbild unserer gesamten Saison“. Seine Mannschaft habe mit ihrem Gegner mitgehalten, habe sich wie so oft auch von einem klaren Rückstand nicht beirren lassen, habe in den entscheidenden Situationen jedoch Defizite in Sachen Cleverness und Durchsetzungsvermögen gezeigt. Der Druck des Gewinnenmüssens lastete schließlich zu schwer auf den Helmstedtern, die sich zudem mehrfach durch strittige Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt fühlten. Vor allem die sorgten laut Mollenhauer dafür, dass die Helmstedter nach passablen 20 Anfangsminuten (8:8) allmählich den Kontakt verloren. In zeitweise doppelter Unterzahl gerieten die Gäste zur Pause mit 12:16 ins Hintertreffen.

Eine echte Reaktion der Handballfreunde auf die sich anbahnende Niederlage blieb nach dem Seitentausch zunächst aus. Im Gegenteil: Die Gastgeber, die ihre letzten sechs Punktspiele verloren hatten, präsentierten sich erstaunlich motiviert und einsatzfreudig, profitierten abermals von Schiedsrichterpfiffen – allein HF-Regisseur Philipp Klein wurden vier Schrittfehler angehängt – und zogen auf 23:14 weg.

In dieser Phase drehten die HF plötzlich auf. Sie deckten offensiver und gingen im Passspiel ein höheres Risiko. Die Folge: 2 Minuten vor dem Abpfiff war der Rückstand auf 25:28 geschmolzen. Hektik kam auf, Haste kassierte 4 Zeitstrafen und stand nur mit 2 Feldspielern plus Torhüter auf dem Parkett. Helmstedt verkürzte weiter (27:28), kam trotz Chancen aber nicht mehr zum Ausgleich. 25 Sekunden vor dem Ende machte Haste den Deckel mit Treffer 29 drauf. Mollenhauer: „Typisch für uns, in den Schlussminuten zeigte sich, dass wir einfach noch zu grün sind.“

Die Aufstellung
Handballfreunde: Neubauer, Behne – Sommerfeld 4, Klein 3, Ost 8, Jürges, Bethge 7, Block, Schöttke 3, Herrmann, Witzke 1, Gottschalk 2.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Helmstedt – 27. Mai 2013 – Helmstedter Lokalsport – Seite 37