Es geht schon fast um alles

IM ABSTIEGSKAMPF ZUM TABELLENNACHBARN

Nach der erwarteten Niederlage beim Tabellenführer aus Braunschweig, folgte eine Niederlage am grünen Tisch gegen die SG VfL Wittingen/Stöcken II. Trotz frühzeitiger Bitte um Spielverlegung aufgrund zu wenigen Spielern, weigerten sich die Wittinger Offiziellen dem Antrag zuzustimmen und machten im Gegenzug sogar noch rechtlich korrekte, aber moralisch fragliche Ausgleichszahlungen geltend. Die zwei Minuspunkte sind aus sportlicher Sicht allerdings das größere Übel. 

Nun geht es für die Helmstedter Füchse zum fast schon alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt. Gespielt wird gegen den Aufsteiger HSG Müden-Seershausen, welcher mit 5:21 Punkten vor den Handballfreunden steht (2:22 Punkte). Ein Sieg ist also Pflicht, um alleine nur eine realistische Chance auf die Chance zum Klassenerhalt zu wahren. 

„Am Wochenende geht es um alles, bei einer Niederlage ist der Abstieg so gut wie sicher. Leider treten wir aus den üblichen Gründen nicht mit der vollen Mannschaftsstärke auf. Das lässt die Aufgabe nicht einfacher werden“, lässt Mutz verlauten. „Ich hoffe, dass das Selbstvertrauen aus dem Spiel gegen Thiede und die gute Laune aus der letzten Partie noch vorhanden sind und wir am Ende als Sieger vom Platz gehen!“

Diese Hoffnung haben wohl alle, die es mit den Helmstedter Füchsen halten.

Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf

FÜCHSE HOLEN DEN ZWEITEN PUNKT DER SAISON

In einem harten, spannenden und ausgeglichenen Spiel konnten sich die Helmstedter Füchse den zweiten Punkt der Saison sichern und somit einen kleinen Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf erzielen. 

Die Partie startete schleppend, erst nach knapp drei Minuten konnten die Gastgeber das erste Tor der Partie erzielen. Durch eine starke Abwehr im Zusammenspiel mit einer gute Torhüterleistung und einem tollen Umschaltspiel in die zweite Welle, zogen die Füchse auf 4:0 (9.) davon. Doch dann schlichen sich Nachlässigkeiten in der Abwehr ein und so konnten die Gäste aus Salzgitter Tor um Tor aufholen und schließlich zum 5:5 ausgleichen (13). Durch den fehlenden Zugriff in der Deckung, kamen die Handballfreunde auch nicht mehr in ihre gefährliche zweite Welle, ein 6:10 nach 21 Minuten war die Folge. Bis zur Pause konnten sich die Helmstedter Jungs dann aber etwas stabilisieren und auf 10:12 verkürzen. 

Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein Schlagabtausch, die Thieder Führung betrug nie mehr als zwei Treffer, bis zur 56. Minute (22:25). Es hätte die Vorentscheidung sein können, doch die Helmstedter Jungs gaben sich zu keiner Sekunde auf und fighteten sich auf 25:25 (59:01) zurück. Bei 59:20 nahmen die Gäste eine Auszeit, doch statt ihren angesagten Spielzug erfolgreich zu Ende zu spielen, gelang Tim Neumann ein Steal. Den folgenden Tempogegenstoß verwandelte er sicher zum 26:25 (59:32). Thiede konnte dann kurz vor Schluss tatsächlich nochmal ihren Linksaußen freispielen, welcher den letztendlichen Schlusspunkt zum 26:26 setzte. Ein direkter Freiwurf nach einem harten Foul brachte dann leider keinen Erfolg mehr. 

Die Füchse können auf diese Leistung aufbauen, vor allem defensiv. Am Freitagabend geht es dann nach Edemissen. 

J. Grössing, C. Sauer, C. Stickel – D. Bourdy, M. Kopp (4), P. K-Saathoff (3), J.M. Müller (4), M. Müller, S. Müller, T. Neumann (8), A. Schwahn (5), J. Wedrich (1), R. Zimmermann (1)

Viertes Heimspiel in Serie

FÜCHSE UNTER ZUGZWANG

So langsam wird es eng für die Helmstedter Füchse. Während die Konkurrenz in unregelmäßiger Regelmäßigkeit Punkte einfährt, schauen die HF bislang in die Röhre. Zum Ende des 4-Heimspiele-Marathon ist der FC Viktoria Thiede zu Gast. Ein Gegner, der viel über Tempo und über ihre Außen kommt.

Die Füchse sind aus dem Hinspiel gewarnt, wo sie sich mit einem Rumpfkader wacker geschlagen haben. Für ein erfolgreiches Spiel müssen die Helmstedter Jungs ihrerseits ins Tempospiel kommen, das hat die erste Halbzeit am vergangenen Wochenende gezeigt. Dafür muss allerdings eine stabile Abwehr vorhanden sein, leider schon ein Manko in der gesamten Saison. 

Anwurf im Fuchsbau ist am Samstag um 19:00 Uhr.

Niederlage im Derby

GUTE ERSTE HALBZEIT REICHT NICHT AUS

Die Füchse fanden nur holprig in die Partie und konnten erst nach vier Minuten den ersten Torerfolg verzeichnen (1:2). Da die Warberger ebenfalls ruhig starteten, war das aber kein allzu großes Problem. In der Folge entwickelte sich zunächst ein Partie auf Augenhöhe, welche bis zur 9. Minute ausgeglichen war (5:5). Doch dann konnten sich die Gäste erstmals absetzen (5:7, 11. / 6:10, 16.), die Helmstedter Jungs ließen aber nicht locker und kamen bis auf 10:11 (20.) wieder ran, am Ende ging es mit 13:15 in die Kabinen. 

Der Start in die zweite Halbzeit glich dann leider dem altbekannten Bild: die Füchse verpennten die Wiederanpfiff, die Gäste zogen davon. Innerhalb von 7 Minuten konnte der HSV auf 13:19 erhöhen und ebnete damit den Weg zum Sieg. Spielertrainer Mutz fasste die Partie wie folgt zusammen: „Anderes Spiel, gleiche Fehler und somit gleiches Ergebnis: wir stehen am Ende wieder ohne Punkte da. In beiden Halbzeiten haben wir erneut die ersten Minuten verpennt und laufen so einem Rückstand hinterher. Anstatt eine Führung zu verteidigen, müssen wir Rückstände aufholen und erhöhen den Druck auf uns selbst. In diesen Momenten möchte jeder das Ruder rumreißen und dem Team helfen, jedoch sind wir alle leider keine Unterschiedsspieler, die in schwierigen Momenten die Verantwortung erfolgreich übernehmen können“. Wie Mutz schon sagt, war das Bemühen eines jeden einzelnen jederzeit erkennbar, doch die HF konnten keine Aufholjagd mehr starten, da in der Deckung allzu oft der Zugriff fehlte und es im Angriff generell an Durchschlagskraft und Wechselmöglichkeiten fehlte. So stand am Ende eine bittere, aber verdiente 21:29 Pleite auf der Anzeigetafel. 

Bereits am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen den FC Viktoria Thiede an. „Wir können nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung und einfache Lösungen gewinnen, das müssen wir schnell verstehen. Am besten schon ab der ersten Sekunde“, richtet Mutz den Blick nach vorne. 

J. Grössing, C. Sauer, C. Stickel – H. Behling (1), P. K-Saathoff (1), J.-F. Mutz (1/), M. Müller (4), S. Müller (2), T. Neumann (3), A. Schwahn (3/1) J. Wedrich (5/4), R. Zimmermann (1)

Derby zur Primetime

FÜCHSE ZU HAUSE GEFORDERT

Freitag um 20:30 Uhr ist es endlich soweit: das ausgefallene Derby wird nachgeholt!
Die Füchse empfangen im Abstiegsduell die dritte Mannschaft des HSV Warberg-Lelm. Dass die Jungs aus dem Helmstedter Umland ebenfalls unten drin stehen, ist doch recht überraschend. Gerade die individuelle Qualität müsste in der Liga eigentlich ihresgleichen suchen, versammelt sich doch zahlreiche 3. Liga-, Oberliga- oder auch Verbandsligaerfahrung im Kader. „Es ist mal wieder ein Vier-Punkte-Spiel gegen einen starken Gegner, auch wenn es die Tabelle nicht vermuten lässt“, stellt Mutz die Wichtigkeit dieser Partie klar. 

So oder so: die Helmstedter Jungs sind der Außenseiter und werden im Derby 150% geben müssen, um den anschließenden gemeinsamen Abend richtig feiern zu können. „Wir freuen uns alle auf das Spiel und das gemeinsame Bier danach. Am liebsten möchten wir natürlich das Siegerbier in unserer Hand halten und hauen uns daher voll rein. Es ist auch nötig, denn die Ausfälle tun schon weh, das müssen wir versuchen durch eine geschlossene Teamleistung zu kompensieren“. Die von Mutz angesprochen Ausfälle sind namentlich Daniel Bourdy, Markus Kopp und Jan Müller. Den Füchsen fehlt also besonders im Rückraum Quantität und Qualität. Und das, bei dieser sportlich sehr bedeutsamen Partie.