HF-Ausfälle wiegen zu schwer

Die Helmstedter unterliegen mit 24:32 in Lehrte.

Ohne Tim Wiebe, ohne Johannes Frenkel, ohne Marc Stapf: Die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt waren ersatzgeschwächt zum Oberliga-Punktspiel zum Lehrter SV gereist. Ausfälle, die sich nicht kompensieren ließen. Die HF unterlagen mit 24:32 (9:13), die Abstiegsgefahr bleibt bestehen.

Mit Frenkel (91 Saisontore) und Wiebe (82) fehlte im linken Rückraum der Helmstedter die Stammbesetzung, auf der rechten Seite war der noch angeschlagene Linkshänder Roman Bruchno noch keine echte Alternative. Er half seiner Mannschaft lediglich bei der Abwehrarbeit. Das Spielertrainer-Duo Matthias Rudow/Markus Kopp musste viel improvisieren, eine passende Alternative gab es allerdings nicht. Dennoch gestalteten die Helmstedter das Geschehen in der torarmen Anfangsphase bis zum 4:4 (16.) komplett ausgeglichen. „Wir haben eine gute Abwehr gestellt, waren aggressiv und haben im Angriff gute Lösungen gefunden“, sagte Kopp.

Allmählich schlichen sich jedoch Ungenauigkeiten ins Helmstedter Spiel ein. Gastgeber Lehrte zog vom 6:6 auf 11:7 weg. Diesen Vorsprung transportierten die Hausherren durch die Partie. Helmstedter Antworten blieben aus, einzig nach Rudows Treffern zum 11:14 (33.) und zum 13:16 (35.) kamen die HF noch einmal in Reichweite, ließen danach aber abreißen. Spätestens nach Lehrtes Treffer zum 24:18 (47.) war die Partie entschieden. Den Helmstedtern mangelte es an Mitteln und Durchschlagskraft für einen positiven Schluss-Akkord.

„Mich hat vor allem auf die Palme gebracht, dass wir den Ball in der letzten Minute noch dreimal weggeworfen und drei Gegentore kassiert haben“, sagte Kopp. Und so kam es am Ende zu einer ungeplant hohen Auswärtsniederlage. „Gemessen an unserer Leistung in der ersten Halbzeit wäre ein Endergebnis von 30:26 leistungsgerecht gewesen“, sagte Kopp. „Ein Punktgewinn war utopisch, aber ein engeres Spiel realistisch. Eigentlich wollten wir Lehrte bei maximal 25 bis 27 Toren halten.“

HF: Baum, Klauß – Kopp, Rudow 4, Lopez 10, Düsterhöft, Danneberg 1, Schlüter 2, Bolecke 5, Bruchno, Kolditz 2, Meyer.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 02.03.2020

Zehn Tore von Christian Lopez reichten nicht: Die Handballfreunde verloren beim Lehrter SV deutlich. Foto: Detlev Keller

Helmstedter hoffen auf Bonuspunkte

Die HF können nach den jüngsten Erfolgen befreit in Lehrte aufspielen.

Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen haben die Oberliga-Handballer der HF Helmstedt-Büddenstedt im Abstiegskampf etwas Druck vom Kessel genommen. Mit 13:23 Punkten führen die Helmstedter als Tabellenachter die untere Hälfte der „Zwei-Klassen-Liga“ an. Der Siebte, HSG Schaumburg Nord, liegt bereits sieben Zähler vor den HF.

„Wir müssen in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten zur Stelle sein“, sagte Helmstedts Spielertrainer Markus Kopp in den vergangenen Wochen immer wieder. Und das HF-Team war zur Stelle, besiegte auswärts Stadtoldendorf und Plesse sowie vor Wochenfrist daheim Barsinghausen.

Am Samstag (19 Uhr) werden „Bonuspunkte“ verteilt. Die Helmstedter treten beim Tabellendritten Lehrter SV (16:10Punkte) an. „Das ist eines der Spiele, in denen wir nur überraschen können“, sagt Kopp. Trafen beide Teams in den vergangenen Jahren aufeinander, gab es stets enge Spiele und nur knappe Siege für die eine oder die andere Mannschaft. Nur nicht im Hinspiel. Das dominierten die Lehrter in der Helmstedter Julianum-Sporthalle nach Belieben und holten sich einen 29:19-Start-Ziel-Sieg.

Diesen einseitigen Verlauf wollen die HF kein zweites Mal erleben. „Wenn wir eine vernünftige Abwehr stellen und eine vernünftige Einstellung zeigen, dann wird es ein engeres Spiel“, sagt der HF-Coach. Acht geben müsse seine Mannschaft auf Lehres starken Rückraum um Torjäger Louis Ewert, gehobene Oberliga-Güte biete Lehrte zudem in der Abwehr, wo das Team einen sehr stabilen Innenblock stellt.

„Wir werden sehen, was wir uns einfallen lassen“, sagt Kopp, der den jüngsten Aufwärtstrend seiner Mannschaft zufrieden zur Kenntnis nimmt. „Bis zum Januar hatten wir nur sieben Punkte, allein im Februar kamen nun sechs dazu. Vielleicht wird ja auch Lehrte für uns zu einem Bonusspiel.“

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 27.02.2020

Nach der Pause läuft es bei den HF rund

Helmstedt-Büddenstedt setzt sich gegen Barsinghausen mit 34:24 durch.

Wenn die wichtigen Punkte in den Direktduellen im Tabellenkeller verteilt werden, dann sind die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt zur Stelle. Im Heimspiel gegen den HV Barsinghausen sicherte sich der Oberligist durch den 34:24 (14:15)-Sieg zwei immens wichtige Zähler. Der Vorsprung auf die Regelabstiegsplätze bleibt jedoch bei vier Punkten – ein angesichts des schwierigen Programms der HF in den Wochen bis zur Osterpause sehr dünnes Polster.

Die Helmstedter benötigten jedoch eine halbstündige Anlaufzeit, um gegen ihre Gäste vom Deister auf Betriebstemperatur zu kommen. Eine Halbzeit lang war das, was die HF in der Defensive boten, wenig tauglich, um gegen irgendeinen Gegner in der Oberliga zu bestehen. Die Helmstedter kamen oft einen Schritt zu spät, waren nicht bereit, wichtige Schritte zu machen und ließen Barsinghausens einziger „Waffe“, Rückraumspieler Maximilian Schulze, mehr Platz als dieser wohl für seine Würfe im Training genießt. Sechsmal langte Schulze bis zum Pausenpfiff zu – zu oft für den Geschmack von HF-Spielertrainer Markus Kopp, der sich dieses Mal auf seinen Job an der Seitenlinie konzentrierte.

„Tenor in der Pause war, dass wir in der Abwehr griffiger sein und gefestigter auftreten müssen“, sagte Kopp. Und dieses Vorhaben setzten seine Jungs in Durchgang 2 erstklassig um. Barsinghausens Werfer fanden nun kaum noch jene Lücken vor, in die sie vor der Pause noch fast nach Belieben gestoßen waren. „Wichtig war auch, dass wir das Tempo hochgehalten haben“, sagte Kopp. Während die HF eine tief besetzte Bank präsentierten, hatte Barsinghausen nur wenige Wechseloptionen. „Es ist uns gelungen, viele einfache Tore über die zweite Welle zu werfen“, erzählte Kopp, dessen Mannschaft nach dem Seitentausch drei Minuten benötigte, um den Gästen die Richtung vorzugeben. Mit zwei schnellen Treffern drehten die HF ihren Pausenrückstand in eine 16:15-Führung. Der Vorsprung wuchs stetig, zunächst auf 23:19, später auf 29:22. Kopp konnte sich in der Schlussphase gar den Luxus leisten, Leistungsträger zwecks Schonung vorzeitig zu sich auf die Bank zu holen.

HF: Baum, Klauß – Bolecke 7, Wiebe 9, Kolditz 2, Rudow, Stapf 1, Lopez 5, Düsterhöft, Frenkel 4, Schlüter 2, Danneberg 3, Bruchno, Meyer 1.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 24.02.2020

Einen wichtigen Sieg feierten Tim Bolecke die Handballfreunde am vergangenen Wochenende gegen Barsinghausen. Foto: Detlev Keller

HF haben späten K.o. abgehakt

Helmstedter stehen vor einer „Aufgabe, die wir lösen müssen“.

Die ärgerliche, weil vermeidbare 29:30-Niederlage beim MTV Großenheidorn schwirrte noch eine Weile durch die Köpfe der Verantwortlichen und der Spieler des Handball-Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt. Doch spätestens seit Wochenbeginn sind die Blicke wieder nach vorne gerichtet, konkret auf das anstehende Heimspiel am Samstag (18 Uhr) in der Julianum-Sporthalle gegen den HV Barsinghausen.

„Mund abputzen, weiter geht’s“, das war das Motto, das HF-Spielertrainer Markus Kopp bereits am Tag nach der Niederlage in Großenheidorn – die Helmstedter verloren durch einen Tempogegenstoß sechs Sekunden vor dem Abpfiff – für seine Mannschaft ausgegeben hatte.

Das Barsinghausen-Spiel ist eines aus der Kategorie „besonders wichtig“, betont Kopp. „Das ist eine Aufgabe, die wir lösen müssen.“ Kein leichtes Unterfangen für die HF, denn die Gäste vom Deister zeigten sich in den vergangenen Wochen auswärts gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller sehr stabil. Sie siegten sowohl in Stadtoldendorf (24:22) als auch beim TSV Burgdorf III (32:28). Lediglich das 27:27 in eigener Halle gegen Schlusslicht Plesse-Hardenberg stand so kaum auf dem Fahrplan der Barsinghäuser. Vor Wochenfrist hatte der Handballverein Favorit Nienburg am Rand der Niederlage, holte sich immerhin einen Punkt (28:28).

Den hätten sich vor Wochenfrist auch gerne die HF bei einem Favoriten geholt. Am Ende gaben aber jugendlicher Leichtsinn und die nicht tief genug besetzte Ersatzbank den Ausschlag dafür, dass die Helmstedter beim MTV Großenheidorn auf der Zielgeraden noch verloren. Einer, der der Mannschaft mit Sicherheit gutgetan hätte, ist Matthias Rudow. Der Routinier musste jedoch wegen Erkrankung kurzfristig passen. „Mit seiner Erfahrung hätte Rudi uns sicher weitergeholfen“, sagt Spielertrainer-Kollege Markus Kopp.

Gegen Barsinghausen ist Rudow zurück im Kader, ebenso HF-Toptorjäger Johannes Frenkel (87 Saisontore/15 Spiele), der wegen eines grippalen Infekts zuletzt hatte passen müssen. Weiter fehlen wird derweil der verletzte Roman Bruchno.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 20.02.2020

120 Sekunden sorgen für Fassungslosigkeit

Die HF Helmstedt-Büddenstedt hatten den MTV Großenheidorn am Rande der Niederlage – doch dann folgte die Enttäuschung.

Hängende Köpfe, Wortlosigkeit, leere Blicke: Unmittelbar nach Abpfiff der Partie beim MTV Großenheidorn herrschte auf der Bank des Oberligisten Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt Fassungslosigkeit. 120 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit lagen die Helmstedter nach Christian Lopez’ zehntem Treffer mit 29:27 in Führung. Mehr noch: Die HF spielten in der Schlussphase in 6:4-Überzahl. Und dennoch standen sie am Ende mit leeren Händen da. Der Drittligaabsteiger glich 33 Sekunden vor dem Ende nicht nur aus, sondern traf die Helmstedter mit einem Konter sechs Sekunden vor dem Schluss-Signal zum 30:29 (16:14)-Sieg tief ins Mark.

HF-Spielertrainer Markus Kopp grübelte noch am Tag nach dem Spiel, wie es zu dieser bitteren Niederlage kommen konnte. „Man liegt bis nachts um 2 Uhr im Bett und überlegt, was hätte besser laufen können.“ Nun, eigentlich hätte nichts besser laufen können für die Helmstedter – zumindest 58 Minuten lang. Denn die junge Truppe – Tim Wiebe war mit 23 Jahren ältester Feldspieler – verkaufte sich ausgezeichnet und hatte den Favoriten am Rand einer Niederlage. Wären da nicht die Minuten 59 und 60 gewesen…

Es war alles angerichtet für ein Helmstedter Siegertänzchen. Doch was dann passierte, beschrieb Kopp so: „Wir haben uns Würfe genommen, die wir so nicht nehmen dürfen.“ Beispiel: Bei 6:4-Überzahl suchten die HF den Abschluss über die Rechtsaußenposition. „Das ist natürlich nicht die bevorzugte Position in so einer Situation“, sagte der Spielertrainer, der indes keinen seiner Spieler in die Kritik nahm. „Hut ab vor jedem der Jungs, der Verantwortung übernimmt.“

Als Großenheidorn 33 Sekunden vor dem Ende zum 29:29 ausglich, nahm Kopp eine letzte Auszeit. Der Plan: Ein möglichst später und sicherer Torabschluss, um den Gastgebern keine Zeit mehr für einen Gegenangriff zu geben. Zehn Sekunden vor Ablauf der Uhr kam der Helmstedter Torwurf. Allerdings blieb der Ball vor den Füßen des MTV-Torhüters liegen. Der warf ihn geistesgegenwärtig auf seinen durchstartenden Außenspieler Sven Bretz, der über die verwaiste Helmstedter Abwehrseite zum 30:29-Sieg traf.

Nach der Partie habe es viele aufmunternde Worte auch vonseiten der Gastgeber und einiger Zuschauer gegeben, berichtete Kopp. „Aber für Applaus gibt es keine Punkte“, unterstrich der Coach der Helmstedter und schob nach: „Zumindest einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“

HF: Klauß, Baum – Meyer, Kolditz 2, Stapf 1, Wiebe 4, Bolecke 8, Düsterhöft 3, Lopez 10, Schlüter, Danneberg 1.

Quelle: Helmstedter Nachrichten vom 17.02.2020

Tim Wiebe und die Handballfreunde verloren denkbar knapp beim MTV Großenheidorn. Foto: Detlev Keller