Autor: Marius Müller

Mit toller Unterstützung von der Tribüne

FÜCHSE HOLEN ERSTEN PUNKT DER SAISON

Endlich ist er da, der erste Punkt in dieser Saison. Es hätten sogar zwei Punkte sein können, vielleicht sogar müssen, doch die dramatische Schlussphase endete mit einem Unentschieden. Aber der Reihe nach:

Die Helmstedter konnten personell aus dem vollen schöpfen und waren vom Start weg extrem motiviert. Dies wurde sicherlich durch die volle Halle verstärkt, welche 60 Minuten lang ein unterstützendes Feuerwerk abbrannte und den Fuchsbau so zu einer regelrechten Handballhölle werden lies, wie Trainer Mutz bestätigte: „Emotional betrachtet war das Spiel ein absolutes Highlight für jeden Handballfan und die, die es noch werden möchten. Spätestens ab der 45. Minute, angepeitscht durch unseren Stimmungsmacher Basti, seine Frau Katrin und die „Füchse“-Rufe der über 100 Zuschauer, hat man meinen Spielern angesehen, dass sie gewinnen wollen“. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Gäste beim Stand von 5:9 (17.) erstmals etwas absetzen. Die folgende Auszeit rüttelte die Helmstedter Jungs aber wieder wach und sie fanden zurück in die Spur. Durch die Stabilisierung der 5:1 Deckung und dem forcierten Tempospiel kämpften sich die Hausherren zurück, sodass es mit 14:15 in die Halbzeitpause ging. 

Erfreulicherweise haben die Füchse zum ersten Mal in dieser Saison den Start in die zweite Halbzeit nicht verpennt, konnten stattdessen sogar mit 17:15 (34.) in Führung gehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine enorm spannende Partie. Die Führung wechselte ständig hin und her, kein Team konnte sich mehr als eine Ein-Tore-Führung erspielen. Während bei den Handballfreunden jeder eingesetzte Feldspieler treffen konnte, erzielte Sebastian Schulze auf Seiten der Wittinger 13 Tore und war von der Helmstedter Abwehr kaum zu stoppen. Der größte Aufreger des Spiels ereignete sich dann kurz vor Abpfiff. In den Schlusssekunden wurde Helmstedts Marius Müller auf Linksaußen frei gespielt und verwandelte den Wurf zum vermeintlichen Siegtreffer. Doch die Schiedsrichter entschieden auf Kreis, eine mehr als fragwürdige Entscheidung, wenn man den zahlreichen Zuschauern in der Halle glauben schenken darf. 

So war direkt nach Abpfiff natürlich große Enttäuschung spürbar, aber insgesamt haben die Helmstedter Füchse eine gute Partie gezeigt, auf der sie nun aufbauen können um im nächsten Spiel zwei, statt nur einem Zähler einzufahren. Auch Mutz richtet den Blick bereits nach vorne: „Unterm Strich war es für mich am Ende trotz Punkteteilung tatsächlich ein gefühlter Sieg, der uns hungrig auf mehr macht. Nüchtern betrachtet haben wir es mehrmals verpasst, uns entscheidend abzusetzen und den Sieg einzufahren. Unsere Leistungsschwankungen konnten wir dieses Mal gering halten und einen Schritt nach vorne machen. Unter der Woche werden wir noch weiter am neuen Spielsystem arbeiten, um nächstes Wochenende hoffentlich den ersten Sieg einzufahren. Ich hoffe, dass wir von weiteren Erkältungen und Verletzungen verschont bleiben“. 

F. Bunk, C. Stickel – H. Behling (1), D. Bourdy (1), L. Brokof (1), K. Hillebrand, M. Kopp (3), P. K-Saathoff (2), J.M. Müller (3), M. Müller (5), S. Müller (2), T. Neumann (5), L. Reyher (1), L. Störmann (2)

HF laden zum ersten Familientag

FÜCHSE RUNDEN DEN SPIELTAG AB

Zum ersten Mal in dieser Saison heißt es: Familientag! Den Auftakt macht um 13 Uhr die weibliche E-Jugend, gegen die JSG Allertal. Um 15 Uhr hat die erste Damen den VfL Wolfsburg III zu Gast. Und um 17 Uhr bitten die Tabellenführerinnen der zweiten Damen den TSV Bildung Peine zum Duell, ehe die Helmstedter Füchse zum Abschluss des Tages gegen die Zweitvertretung der SG VfL Wittingen/Stöcken antreten müssen. 

Nach dem schwachen Saisonstart haben die Helmstedter Jungs während der langen Herbstpause, mit insgesamt 27 spielfreien Tagen, ihr offensives und defensives Spielsystem umgestellt und erhoffen sich dadurch sowohl einen spielerischen, aber auch im Ergebnis sichtbaren Fortschritt. Beim ersten Systemtest gegen die Gäste aus der Brauereistadt, sieht Trainer Mutz die Rollen indes noch klar verteilt: „Letztjähriger Staffelsieger trifft auf Abstiegskampf. Für uns sollte es am Wochenende darum gehen, die taktischen Umstellungen das erste Mal unter Wettkampfbedingungen zu erproben und erfolgreich umzusetzen. Ich erwarte, dass wir den Zuschauern ein gutes Spiel zeigen und dabei die internen Erwartungen an uns selbst erfolgreich umsetzen“. 

Fraglich ist allerdings, wie es mit der Eingespieltheit der neuen Systeme aussieht, denn die erhoffte Erholung und Regeneration während der Pause blieb größtenteils aus. „Leider scheinen wir in dieser Saison von grippalen Infekten verfolgt zu sein“, resümiert Mutz. „Die erhoffte Besserung über die Herbstpause ist eher gegenteilig verlaufen. Aber die fitten Spieler haben in der letzten Woche herausragend trainiert, das gibt Zuversicht für das Spiel“. Fit ist in diesem Zusammenhang ein dehnbarer Begriff. Sicher fehlen werden Julian Grössing (Fortbildung) und Stefan Ickert (Schicht). Fraglich sind Christian Sauer und aufgrund diverser Krankheiten Marius Müller, Tim Neumann, Louis Reyher und Julian Wedrich.

Anwurf für die Füchse ist um 19 Uhr. Und wie schon den gesamten Tag über sind Familien, Freunde, Fans und Sponsoren gern im Fuchsbau gesehen. 

Helmstedter Fehlstart perfekt

NACH 25 GUTEN MINUTEN FOLGT DER EINBRUCH

Die Helmstedter Füchse haben auch ihr viertes Saisonspiel verloren und stecken nun mächtig in der Krise. Das Heimspiel gegen die vierte Mannschaft des MTV Braunschweig ging mit 19:29 verloren, obwohl Trainer Mutz, entgegen aller Befürchtungen im Vorfeld, auf fast alle seiner Spieler zurückgreifen konnte. Mit Marius Müller (grippaler Infekt), Markus Kopp (Corona) und Stefan Ickert (noch inaktiv) standen „nur“ drei Spieler nicht zur Auswahl. 

Entsprechend zeigten sich die Helmstedter motiviert und lieferten zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Über 2:1 (5.), 5:6 (12.) und 10:9 (23.) konnte kein Team die Oberhand gewinnen. Erst kurz vor der Pause gelang es den Braunschweigern, sich mal auf drei Tore abzusetzen (11:14 30.). Denn kurz vor und während der Pause muss irgendwas mit den Füchsen passiert sein, halbzeitübergreifend erzielten die Gastgeber 15 Minuten lang keinen eigenen Treffer. Von 11:11 (26.) ging es auf 11:19 (39.) – und das Spiel war gelaufen. Trainer Mutz steht aktuell vor einem Rätsel: „Mal wieder ein gebrauchter Samstagabend, 25 Minuten guter Handball reichen eben nicht zum Gewinnen. Aus unerklärlichen Gründen schalten wir immer wieder wenige Minuten vor der Halbzeitpause gedanklich ab und kommen aus dieser auch nicht wieder wach zurück. Daran müssen wir geschlossen als Mannschaft arbeiten“.

Es zeigten sich die bekannten Verhaltensmuster in solchen Phasen: zu unüberlegte Abschlüsse, zu wenig Gegenwehr in der Abwehr, kaum Verantwortungsübernahme, kein Glaube an die eigenen Stärken. So gaben sich die Handballfreunde ihrem Schicksal hin und konnten den Rückstand zu keiner Zeit nochmal verkürzen. Der Sieg des MTV geht letztendlich auch in der Höhe absolut in Ordnung. „Es tut mir für die Mannschaft echt leid, da der Unterschied zwischen Training und Spiel nicht größer sein könnte. Dass das Frustration und Blockaden auslöst, die uns mehr denn je im Weg stehen, ist nicht verwunderlich“, sagt Mutz.

Mannschaft und Trainer haben nun vier Wochen Zeit, um die ersten Partien entsprechend aufzuarbeiten, eine umfassende Fehleranalyse durchzuführen und die angesprochenen Muster und Blockaden zu durchbrechen. Es lässt sich durchaus erahnen und phasenweise auch sehen, dass ein gewisses Potential in der Truppe steckt. Der sprichwörtliche Bock muss jetzt endlich mal umgestoßen werden, um die nächsten Partien erfolgreicher zu gestalten – zumindest eine zufriedenstellende Leistung über 60 Minuten, wäre schon mal etwas. 

F. Bunk, C. Stickel – H. Behling, D. Bourdy (2), L. Brokof, P. K-Saathoff (1/1), J.F. Mutz, J.M. Müller (5), S. Müller (2), T. Neumann (3), L. Reyher (2), A. Schwahn (1), L. Störmann (1), J. Wedrich (2/1)

0:8-Punkte-Start scheint unabwendbar

PERSONELLE SORGEN WERDEN IMMER GRÖẞER

Einen schlechteren Saisonstart hätten sich die Handballfreunde wohl kaum vorstellen können, denn vermutlich wird es auch an diesem Wochenende nichts mit den ersten Punkten. Die personelle Situation ist schlicht zu angespannt, Krankheiten und Verletzungen sind in so einem immensen Ausmaß einfach nicht aufzufangen. 

Aktuell steht noch in den Sternen, welche Spieler sich am Samstagabend das Trikot überstreifen können – sofern es überhaupt genug werden. Das Ziel für das Spiel konnte Trainer Mutz dementsprechend eindeutig benennen: „Für das Wochenende haben wir nur ein Ziel: eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Die Spielfähigen aufzuzählen geht wahrscheinlich schneller, gefühlt ist jeder von uns entweder krank, noch nicht wieder fit oder angeschlagen. Dazu kommen noch die Verletzten“. Die Füchse werden also auch wieder auf Unterstützung von reaktivierten Spielern angewiesen sein. 

Gegner der Helmstedter ist die vierte Mannschaft des MTV Braunschweig, eine erfahrene und körperlich sehr kräftige Truppe. Ihr bisher einziges Saisonspiel haben sie am letzten Wochenende mit 33:24 gegen Müden/Seershausen gewinnen können. In der Julianumhalle wird dann vermutlich der zweite Sieg dazukommen. 

Für die Füchse ist es indes das letzte Spiel vor drei freien Wochenenden. Ein Lichtblick für Mutz: „Ich sehne die Herbstpause herbei in der Hoffnung, dass alle wieder fit werden. Der Saisonstart ist leider eine Katastrophe“.

Anwurf im Helmstedter Fuchsbau ist am Samstag um 19:00 Uhr. 

Mit Wille und Moral

FÜCHSE VERKAUFEN SICH TEUER

Die Helmstedter Füchse konnten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Zwar wurde das Spiel beim F.C. Viktoria Thiede mit 33:28 verloren, der Notkader hat aber über die vollen 60 Minuten Paroli geboten. Das sieht auch (Spieler)Trainer und erfolgreichster Helmstedter Werfer Jan-Fabian Mutz (6) so: „Insgesamt war es ein ganz ordentliches Spiel wenn man bedenkt, dass wir ohne „Halben“ angereist sind.  Ein Sieg hat von uns niemand erwartet, aber auch das schien in der Anfangsphase und in der zweiten Halbzeit sogar möglich. Leider haben wir uns nicht belohnen können“. 

Die Handballfreunde agierten in den ersten 25 Minuten absolut auf Augenhöhe. Nach dem 4:2 (6.) für Thiede, konnte sich keine Mannschaft mehr als eine ein-Tore-Führung erspielen. Dass Mittelmann Marius Müller nach etwa 10 Minuten kurz gedeckt wurde, brachte die Helmstedter auch nicht aus der Fassung. Die daraus resultierenden Räume wurden vor allem von Jan-Fabian Mutz und den Außen gut ausgenutzt. Beim Stand von 13:13 (26.) verließen die Füchse allerdings etwas die Kräfte – und das sogar in Überzahl. Die Salzgitteraner konnten sich bis zur Pause auf 16:13 absetzen und erwischten auch nach Wiederanpfiff den besseren Start (19:13, 33.). „Zu oft zeigen wir in entscheidenen Momenten unsere bekannten Fehler und schaffen es nicht, diese zeitnah abzustellen. Hier gilt es in den nächsten Wochen dran zu arbeiten, um endlich den ersten Sieg zu holen“, reflektierte Mutz die Phase zwischen der 26. und 39. Minute. Beim Stand von 24:16 sah der Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus. Doch die vorrangig aus Torhütern, A-Jugendlichen und Aushilfsspielern besetzte Truppe, kämpfte unermüdlich weiter, zeigte wieder eine stärkere Abwehr- und Torhüterleistung in Person von Felix Bunk, sowie Abgeklärtheit im Angriff. Bei 26:24 (48.) und 28:26 (53.) war man nochmal richtig in Schlagdistanz, doch zu mehr reichte es am Ende leider nicht – zu groß war der Kräfteverschleiß, zu gering die personellen Alternativen. 

Nichts desto trotz können die Füchse stolz auf ihre gezeigte Leistung sein und waren natürlich auch dankbar, für die Unterstützung. „Erfreulich waren die Aushilfen von André und Udo, sowie die Entwicklung der Jungfüchse.“ betonte Mutz, der den Blick aber auch direkt nach vorne richtet: „Ich wünsche mir, dass das Team die sehr gute Einstellung für den Rest der Saison behält, denn das geleistete gestern, kam vor allem über den Willen und die Eigenmotivation. Die spielerischen Fehler beheben wir im Training“.

F. Bunk, J. Grössing, C. Sauer – H. Behling, L. Brokof (4), A. Brosinski, J.F. Mutz (6), M. Müller (3), T. Neumann (4), A. Schwahn (4), L. Störmann (2), J. Wedrich (5/2)