Nur Neunter – eine Talfahrt mit Gründen

Helmstedt. Handball-Oberliga – Der Saisonrückblick: Den Handballfreunden fehlen die Konstanz und die personellen Alternativen.

Rückblende, Saison 2017/2018: Die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt „rocken“ die Oberliga. Es reicht für die HF, die jahrelang fast nur gegen den Abstieg angekämpft hatten, am Ende zu Platz 3. Von den 26 Saisonspielen gewannen die Helmstedter 20, unter dem Strich standen 41:11 Punkte.

Die Bestandsaufnahme nach der vor kurzem beendeten Spielzeit 2018/2019 fällt dagegen ernüchternd aus. Die Handballfreunde wurden Neunter – und blieben deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nur neun doppelte Punktgewinne standen zu Buche, vor allem in den Heimspielen gab es viele Enttäuschungen. Fünf Siegen standen im Julianum acht Niederlagen gegenüber – Heimstärke sieht anders aus…

Wie kam es zu dem Leistungseinbruch im Vergleich zur Vorsaison? Spielertrainer Markus Kopp hat Erklärungen parat. Zum einen sei die Fluktuation im Kader größer gewesen als im Jahr davor. Soll heißen: Es gab mehr und häufiger verletzte Spieler, berufliche Verpflichtungen und Erkrankungen. „Teils sind wir nur mit neun, zehn Leuten angetreten“, sagt Kopp. Das lasse sich für ein Spiel kompensieren – als Beispiel dient der 33:23-Sieg beim Lehrter SV –, auf Dauer seien Punktspiele mit Mini-Aufgeboten auf Viertliga-Niveau indes nicht machbar, so Kopp.

Ein weiteres Problem für die Helmstedter: Es fehlte ein Anführer wie Marius Herda. Der Spielgestalter mit SC-Magdeburg-Vergangenheit war im vergangenen Sommer von den HF zu Liga-Konkurrent
MTV Vorsfelde gewechselt. „Marius’ Abgang war für uns heftig. Er hatte unser Spiel und unsere Mannschaft im Griff“, sagt Kopp.

Ein weiterer Minuspunkt in der Analyse: Seiner Mannschaft mangelte es an Konstanz. Konkret meint Kopp jene Konstanz, die ein Team während der 60 Minuten eines Spiels zeigen müsse. Oft hätten die HF 40 grandiosen 20 schwache Minuten folgen lassen – zu wenig, um gegen Topteams der Oberliga zu bestehen. „In der vergangenen Saison war das noch anders“, meint Kopp. Seinerzeit hätten die HF ein langer Atem und große Nervenstärke in engen Phasen ausgezeichnet, was oft das kleine Plus für knappe Siege war. In der jetzt beendeten Spielzeit gelang den HF nicht ein Ein-Tore-Sieg, in der Erfolgssaison 2017/2018 waren es gleich fünf.

„Nur gut“, so Kopp, „dass wir sehr gut ins Jahr gekommen sind“. Nach der WM-Pause im Januar starteten die HF mit vier Siegen und zwei Remis regelrecht durch, legten so den Grundstock für den Ligaerhalt. „Wären wir nicht so stark durch den Februar gekommen, hätten wir zum Saisonende sogar Abstiegssorgen bekommen.“ Nach dem 30:30 Anfang März bei Meister TuS Vinnhorst holten die HF keinen Punkt mehr. Sie gingen mit sieben Niederlagen in Serie aus der Saison. Kopp: „Gott sei Dank hatten wir zuvor schon genug Punkte eingefahren.“

Was kommt? Nun, zunächst einmal eine ausgiebige Sommerpause. „Wir werden die Vorbereitung nicht in Blöcken, sondern in einem Stück durchziehen“, sagt Kopp, der vom Spielertrainer wieder zum Spieler wird. Andreas Wiese übernimmt. Der 38-Jährige hatte die TSG Calbe in dieser Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga auf Platz 1 geführt. Vom neuen Trainer erhofft sich Kopp „viele frische Impulse“.

Personell frische Impulse wird es auf jeden Fall geben. Bilal Shagluf und Jakob Nowak (beide Studium) gehen, Jens Osterloh (zurück nach Nordrhein-Westfalen) verlässt die HF ebenfalls. Womöglich ist bei Nowak das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, denn, so Kopp, „seinen Pass haben wir noch in Helmstedt“.

„Unsere Mannschaft hat ein enormes Potenzial“, sagt Kopp weiter. „Und wir werden sie weiter verjüngen.“ Torhüter Tom Baum kommt vom HSV Magdeburg aus der Sachsen-Anhalt-Liga zu den HF. Der Keeper aus der Talentschmiede des SC Magdeburg gilt als einer der Besten seines Fachs im Nachbar-Bundesland. Robin Danneberg (19), 1,95 Meter groß, verstärkt den HF-Rückraum. Danneberg durchlief seit der D-Jugend alle Nachwuchsteams des SC Magdeburg. Kreisläufer Max Kolditz (19) spielte zuletzt für den BSV 93 Magdeburg in der A-Jugend-Bundesliga. Auch er hat eine SCM-Vergangenheit.

Wo sich die Helmstedter in der Tabelle einordnen werden, sei schwer zu prognostizieren. Kopp: „Die Oberliga wird stärker und ausgeglichener sein als in diesem Jahr.“ Aus den dritten Ligen steigen der MTV Braunschweig und der MTV Großenheidorn in die Oberliga ab, die etablierten Vereine wie MTV Vorsfelde, HSG Nienburg, Sportfreunde Söhre und VfL Hameln werden laut Kopp erneut Angriffe auf die Spitzenplätze unternehmen. Aus der Verbandsliga rückt zudem Ex-Drittligist TVJ Duderstadt nach.

Zahlen und Fakten zur HF-Saison:

Tore: In 26 Spielen kamen die HF Helmstedt-Büddenstedt auf 780 Tore – das entspricht einem Schnitt von 30 Toren pro Partie. Ligaweit fielen im Schnitt pro Spiel 55,35 Treffer.

Siebenmeter: 74-mal traten die Helmstedter im Saisonverlauf an die Siebenmeterlinie – und verwandelten 56 ihrer Versuche. Das entspricht einer Trefferquote von 75,68 Prozent. Damit liegen die HF knapp unter dem Ligaschnitt (76,16).

Torschützen: Mit 114 Saisontreffern war Tim Bolecke erfolgreichster Werfer der Helmstedter – Platz 19 in der Liga. Ihm folgten Pascal Koitek (111 Tore), Tim Wiebe (107) und Christian Lopez (100).

Quelle: Helmstedter Nachrichten, 15.05.2019

Handball-Grundschulturnier am 20. Mai in Helmstedt

Die Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt laden zusammen mit Christian Jürgens, Fachberater Schulsport der Landesschulbehörde, zum diesjährigen Handball-Grundschulturnier ein. Dieses findet am Montag, 20. Mai, ab 9 Uhr in der Sporthalle des Helmstedter Gymnasiums Julianum statt.

Neben den Helmstedter Grundschulen Lessingstraße und Pestalozzistraße nehmen auch die Grundschulen aus Danndorf, Süpplingen und Schöningen an diesem Turnier teil.

MC Landesliga-Relegation: Auftaktniederlage gegen SV Stöckheim

Im ersten Spiel der Landesliga-Relegation gab es eine 19:33 Niederlage für unsere Jungs. Von Beginn an zog der starke Gast aus dem Süden Braunschweigs Tor um Tor davon. In der Anfangsphase konnte hauptsächlich Simon Föllmer durch seine Tore und Aktionen einen noch höheren Rückstand verhindern. Beim Stand von 7:16 ging es in die Kabinen.

Die Ansprache des Trainerteams schien Früchte getragen zu haben. Unsere Abwehr agierte jetzt „griffiger“ und auch im Angriff zeigten vor allem der an diesem Tag besonders treffsichere Kevin Hillebrand (vom Kreis) und Levin Schlaubke auf der für ihn noch ungewohnten Rückraumposition eine sehenswerte Leistung. Trotz der kämpferisch guten und mannschaftlich geschlossenen Leistung, war Stöckheim einfach eine Nummer zu groß für uns.

Mit ordentlich Selbstvertrauen geht es nun im nächsten Spiel (Samstag, den 18.05.19 um 16:00 Uhr in eigener Halle) gegen den MTV Braunschweig II. 

Für HF spielten:
Hillebrand (7), Föllmer (3), Schlaubke (3), Dittmer-Peters (2), Krüger (2),
Henseleit (1), Störmann (1), Beltjukov, Kujat, Thier, Künnemann

MB-Jugend spielt die Saison 2019/20 in der Region

In der ersten Runde der Landesliga-Relegation ist für die neu formierte MB-Jugend der Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt auch schon Endstation.

Luca Holtappels im ersten Spiel des Relegationsturniers.

Bei dem in eigener Halle ausgetragenen Relegations-Turnier starteten wir nervös in unser erstes Spiel gegen die HG ELM. Diese nutzten ihre Chancen konsequent und erspielten sich eine deutliche Halbzeitführung von 7:17. Die zweite Halbzeit aber steigerte sich unser Team und kämpfte sich zu dem Endstand von 16:23 heran.

Das zweite Spiel gegen die SG Zweidorf/Bortfeld nahm einen etwas konstanteren Verlauf. Allerdings war auch dieser Gegner eine Nummer zu stark für uns, so dass wir zur Halbzeit bereits mit 6 Toren hinten lagen. Wieder schafften wir es uns in der zweiten Halbzeit zu steigern. Besonders aktiv und torgefährlich war unser rechter Flügel mit Luca Holtappels und Louis Reyher. Endstand: 13:20

Abschließend ging es gegen den stärksten Gegner in dieser Gruppe. Der VfL Lehre spielte anfangs nicht mit seiner stärksten Besetzung. Unsere Mannschaft zeigte hingegen ihre beste Tagesform und hielt das Spiel bis 7 Minuten vor Schluß ausgeglichen. Leon Stotmeister konnte mit zahlreichen Paraden das Spiel lange offen halten. In der Schußphase machte Lehre noch einmal ernst und siegte mit 20:15. Eine respektable Leistung unseres Teams gegen eine Mannschaft, die in den kommenden Wochen an der Oberliga-Relegation teilnehmen wird.

Trotz der drei Niederlagen zeigte die Mannschaft eine gute Moral und konnte sich von Spiel zu Spiel steigern. Der heutige Tag hat deutlich gezeigt, dass die Landesliga für unser neu formiertes Team eine Nummer zu hoch ist. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben in der Regions(ober)liga.

Handballfreunde setzen den Sinkflug fort


Die siebte Niederlage in Folge: Helmstedt-Büddenstedt unterliegt Barsinghausen.

Jörg Kleinert

Helmstedt. So unbefriedigend, wie es sportlich in den vergangenen Wochen lief, so unbefriedigend lief es für Handball-Oberligist HF Helmstedt-Büddenstedt auch im letzten Saisonspiel gegen den HV Barsinghausen. Die 25:27 (15:17)-Niederlage war für die Helmstedter die siebte Saisonniederlage in Folge.

Rechnet man das 30:30 am 2. März bei Meister und Drittliga-Aufsteiger TuS Vinnhorst mit, warten die Helmstedter gar seit acht Meisterschaftsspielen auf einen Sieg. Die HF beendeten die Spielzeit auf Platz 9. Sie rutschten nur deshalb nicht auf einen zweistelligen Rang ab, weil der Tabellenzehnte HSG Plesse Hardenberg am 30. Spieltag Absteiger TG Münden überraschend die ersten Pluspunkte überließ. Jubeln durften nach dem Abpfiff indes die Gäste. Sie sicherten sich durch den Auswärtssieg den Klassenerhalt und umgingen die Abstiegsrelegation, die nun die SG Börde Handball bestreiten muss.

Die Handballfreunde, bei denen vor der Partie Co-Trainer Tristan Staat (wird Jugendkoordinator beim HC Empor Rostock), Jacob Nowak, Bilal Shagluf (beide Studium), Jens Osterloh (zurück nach Nordrhein Westfalen), Hallensprecher Mirko Marhenke und Zeitnehmer Sven Fischer verabschiedet wurden, liefen in ihrem letzten Saison-Heimspiel 60 Minuten hinterher. Lediglich beim 1:1 (2. Minute) durch Johannes Frenkel gelang ein Ausgleichstreffer. Ansonsten lagen nur die von rund 100 Fans begleiteten Gäste vorne. „Barsinghausen hatte einen unglaublichen Zug und Drang in seinem Spiel. Man hat gemerkt, dass sie gewinnen mussten“, sagte HF-Spielertrainer Markus Kopp. Seine Mannschaft dagegen habe vor allem in der ersten Halbzeit unübersehbare Defensiv-Schwächen gezeigt. „Wir haben Barsinghausens Kreisläufer nie in den Griff bekommen, der durfte einige einfache Tore machen.“

In Halbzeit 2 und nach einem Sechs-Tore-Rückstand (17:23) zeigten die Helmstedter Moral. Jacob Nowak, obwohl am Knie lädiert, drehte in seinem letzten Spiel für die HF noch einmal auf und deutete sein Potenzial an. Der 20-Jährige brachte die HF mit vier Toren noch einmal heran. Mehr war nicht drin, weil die Helmstedter Tempogegenstöße und Siebenmeter vergaben. „Dennoch war es ein tolles, hartes, aber faires Spiel vor einer klasse Kulisse“, sagte Kopp. Der Abend endete mit einer Pool-Party der Handballfreunde in der Kabine und mit dem gemeinsamen Grillen von Fans und Spielern vor der Halle. HF: Shagluf, Klauß – Koitek 1, Bruchno 1, Osterloh, Rudow, Wiebe 3, Bolecke 4, Kopp 2, Lopez 5, Frenkel 3, Schlüter, Timplan 2, Nowak 4.

Quelle: Helmstedter Nachrichten, 5. Mai 2019