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Derby zur Primetime

FÜCHSE ZU HAUSE GEFORDERT

Freitag um 20:30 Uhr ist es endlich soweit: das ausgefallene Derby wird nachgeholt!
Die Füchse empfangen im Abstiegsduell die dritte Mannschaft des HSV Warberg-Lelm. Dass die Jungs aus dem Helmstedter Umland ebenfalls unten drin stehen, ist doch recht überraschend. Gerade die individuelle Qualität müsste in der Liga eigentlich ihresgleichen suchen, versammelt sich doch zahlreiche 3. Liga-, Oberliga- oder auch Verbandsligaerfahrung im Kader. „Es ist mal wieder ein Vier-Punkte-Spiel gegen einen starken Gegner, auch wenn es die Tabelle nicht vermuten lässt“, stellt Mutz die Wichtigkeit dieser Partie klar. 

So oder so: die Helmstedter Jungs sind der Außenseiter und werden im Derby 150% geben müssen, um den anschließenden gemeinsamen Abend richtig feiern zu können. „Wir freuen uns alle auf das Spiel und das gemeinsame Bier danach. Am liebsten möchten wir natürlich das Siegerbier in unserer Hand halten und hauen uns daher voll rein. Es ist auch nötig, denn die Ausfälle tun schon weh, das müssen wir versuchen durch eine geschlossene Teamleistung zu kompensieren“. Die von Mutz angesprochen Ausfälle sind namentlich Daniel Bourdy, Markus Kopp und Jan Müller. Den Füchsen fehlt also besonders im Rückraum Quantität und Qualität. Und das, bei dieser sportlich sehr bedeutsamen Partie.

Defensiv zu schwach

FÜCHSE UNTERLIEGEN DEM HONDELAGER RÜCKRAUM

Am Ende heißt es 30:34 und die nächsten beiden Minuspunkte wandern auf das Helmstedter Konto. Offensiv gibt es recht wenig zu meckern. Es gab kaum technische Fehler und die Handballfreunde rutschten auch nicht in ihr typisches Loch. Einzig die Wurfausbeute hätte ein wenig besser ausfallen können. „Obwohl mal wieder nichts Zählbares rausgesprungen ist, habe ich wenig zu beanstanden. Wie vermutet ist die Niederlage wieder eine reine Kopfsache gewesen, keine Sache des Könnens“, gibt Spielertrainer Mutz nach der Partie zu Protokoll. Dies lässt sich zumindest defensiv auch ein wenig anders auslegen. Ein ums andere Mal ließ sich die Abwehr von den Schlagwürfen der Halben übertölpeln – teilweise sogar aus 12 Metern. Am Ende stehen für Halblinks und -rechts je 11 Tore im Protokoll. Eine Fehlerkorrektur fand kaum statt und auch die Torhüter haben keine Hände an die Bälle bekommen. 

Nach einem ausgeglichenen Start (5:5, 9.) setzten sich die Gäste aus dem Braunschweiger Umland nach einer Viertelstunde erstmals auf vier Tore ab (5:9, 16.). In der Folge erhöhten sie sogar noch weiter (10:17, 24.), bevor es mit 14:20 in die Halbzeitpause ging. Das Spiel schien entschieden, doch die Füchse gingen erstmals mit richtig Schwung und Energie in die zweite Hälfte. Über 17:21 (34.) kämpften sich die Helmstedter Jungs schnell bis auf zwei Tore ran (21:23, 38.). Mitte der zweiten Hälfte sorgten aber zwei unnötige und schnell aufeinander folgende Zweiminuten Strafen dafür, dass die Hondelager wieder etwas mehr Platz hatten und so zu leichteren Toren kamen (25:30, 52.). Der Rest war Formsache. 

Man muss den Füchsen zu Gute halten, dass sie sich nicht aufgegeben haben und in der zweiten Halbzeit phasenweise tollen Handball gespielt haben. Dennoch steht am Ende die sechste Niederlage aus sieben Spielen. „Für mich als Trainer ist es schwierig zu helfen, denn wir bräuchten eher einen Psychologen als einen Übungsleiter“, meint Mutz. „Es ist eine schizophrene Situation, denn einerseits müssen wir Ruhe bewahren und an uns glauben, andererseits ist der Druck hoch. Denn das Risiko, dass mit einem Abstieg das Projekt „Füchse“ gescheitert ist, ist leider sehr hoch. Keine einfache Situation für jeden einzelnen von uns. Wir müssen die Köpfe freikriegen“. Eventuell sorgt das Derby am nächsten Freitag für freie Köpfe. 

F. Bunk, J. Grössing, C. Sauer – H. Behling (1), D. Bourdy, M. Kopp (4), P. K-Saathoff (5), J.-F. Mutz, J.M. Müller (10), M. Müller (2), S. Müller (1), T. Neumann (3), J. Wedrich (3/1), R. Zimmermann (1)

Keine Zeit zum Trauern

FÜCHSE BEREITS AM DONNERSTAG WIEDER GEFORDERT

Gegen Fallersleben hat es nicht sollen sein, wieder konnten die Helmstedter Jungs keine Punkte einfahren. Doch es heißt bereits Mund abputzen, weitermachen. Am Trainingsdonnerstag steht nämlich das Nachholspiel gegen den MTV Hondelage an. Aus verschiedenen Gründen gäbe es optimalere Voraussetzungen.

„Das kommende Spiel gegen Hondelage findet nur kurz nach der letzten Partie und an einem Trainingsabend statt, beides keine guten Vorzeichen“, meint Spielertrainer Mutz. „Dazu gesellen sich die ersten Abmeldungen aus den Reihen des Kaders, somit gehe ich nicht unbedingt mit viel Zuversicht ins Spiel“. Sicher fehlen wird André Schwahn; und mit Sven Müller (Coronanachwirkungen), Markus Kopp (Schulter) und Marius Müller (Bandscheibe) sind drei angeschlagene Spieler fraglich, deren Ausfälle für die Füchse schwer wiegen würde. 

Dass die bisherigen Ergebnisse nicht rein sportlicher Natur sind, ist mittlerweile klar erkennbar. Denn: „Über weite Strecken spielen wir richtig guten Handball, doch das mangelnde Selbstbewusstsein und das Pech einer Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet, lassen uns leider oftmals die Spiele verlieren. All das müssen wir am Donnerstag abstellen und die bitter nötigen Punkte holen, sonst kommen wir nicht mehr aus diesem Kreislauf heraus“.

Anwurf ist am Donnerstag um 20:30 Uhr.

Wieder kein Erfolgserlebnis

NÄCHSTE NIEDERLAGE FÜR DIE FÜCHSE

Die Krise verschärft sich! Auch im ersten Spiel des Jahres gehen die Helmstedter als Verlierer vom Platz. Dabei war es gerade in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe. Den Zuschauern wurde eine abwechslungsreiche Partie geboten, die Führung wechselte hin und her, kein Team konnte sich auf mehr als zwei Tore absetzen (4:5, 10. / 8:8, 20. / 15:14, Hz.).

Doch gerade in der zweiten Halbzeit reihte sich teilweise ein technischer Fehler an den nächsten, die löchrige Abwehr fand ohnehin nahezu über die gesamte Partie keinen Zugriff. „Leider haben wir wieder nichts Zählbares mitnehmen können, die Anzahl der individuellen und technischen Fehler war für einen Sieg einfach viel zu hoch. Auch das vorgenommene Tempospiel war so gut wie nicht existent. Ein Sieg wäre aufgrund der mehrmaligen Führungen tatsächlich möglich gewesen, doch die hohe Fehleranzahl und im späteren Verlauf auch eine nicht zu negierende Benachteiligung durch die Unparteiischen, ließen dies nicht zu“, fasste Spielertrainer Mutz zusammen. Die ungewöhnlich deutliche Aussage in Richtung der Referees hat seinen Grund: das Gespann ließ sich von den unzähligen Beleidigungen, weniger unqualifizierter Zuschauer beeinflussen, so dass mit zunehmender Spieldauer immer einseitiger gepfiffen wurde. Dies wurde sogar von den Gästen aus Fallersleben so wahrgenommen. Wenn auch menschlich nachvollziehbar, natürlich äußerst ärgerlich.

Der beste (Offensiv-) Spieler der Füchse war Tim Neumann, welcher mit 9 Toren und einer Wurfquote von 90% zu überzeugen wusste und von Mutz ein Extralob ausgesprochen bekam: „Sehr stolz bin ich auf die Leistung von unserem Hugo, der sein ganzes Potenzial abrufen konnte und ein mega Spiel gemacht hat“. Auf diese individuelle Leistung muss die gesamte Mannschaft aufbauen, denn bereits am Donnerstag geht es gegen den MTV Hondelage um die nächsten zwei Punkte. 

J. Grössing, C. Sauer, C. Stickel – H. Behling, D. Bourdy, M. Kopp (4), J.-F. Mutz, J.M. Müller (3), M. Müller (3), T. Neumann (9), A. Schwahn (4), J. Wedrich (4/2), R. Zimmermann (1)

Neues Jahr, endlich Glück?

FÜCHSE STARTEN MIT HEIMSERIE

Die Vorrunde war mehr als chaotisch! Fünf Begegnungen stehen vier Verlegungen gegenüber, insgesamt waren es nun sogar fünf Ausfälle hintereinander.  So stehen die Füchse zwar mit 1:9 Punkten auf dem 10. und letzten Platz der Tabelle, haben aber auch zwei Spiele weniger als die beiden Mannschaften direkt vor ihnen (HSG Müden-Seershausen 2:12 und HSG Nord Edemissen/Uetze II 4:10). Nun heißt es also: Punkte sammeln!

Der Start ins Jahr 2023 bietet dafür eine gute Möglichkeit, schließlich haben die Helmstedter Jungs zunächst vier Heimspiele in Folge. Den Auftakt gibts am 14.01. gegen den Tabellendritten VfB Fallersleben II. Die körperlich robuste und hart spielende Mannschaft aus der Hoffmannstadt beendete die letzte Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz, schafft es aber dieses Jahr den Gegnern ihren Spielstil aufzudrücken. Vor allem wissen die Löwen durch ihre kompakte Abwehr zu überzeugen, wie 19,5 Gegentore pro Spiel zeigen. Die Handballfreunde müssen also über eine ebenfalls stabile Abwehr ins Tempospiel kommen, aus dem Positionsspiel dürfte es sehr schwer werden zum Torerfolg zu kommen. Das zeigte auch schon das Hinspiel, als man ohne Tempo und ohne Treffer von Außen mit 13:22 in Fallersleben verlor. Darum nimmt Trainer Mutz auch besonders seine Flügelspieler in die Pflicht: „Ich erwarte ein enges Spiel gegen das bekannte Abwehrbollwerk der Fallersleber, welches meistens nur über ein gutes Tempo im Kombinationsspiel und durch Tore von außen zu überwinden ist. Hier haben unsere Außen aus dem Hinspiel noch einiges wieder gut zu machen, ich erwarte eine deutliche Steigerung“. 

Nach einer Hallensperrung in den Ferien aufgrund von Stromsparmaßnahmen, fanden seit Mitte Dezember lediglich zwei Trainingseinheiten statt. Diese wurden laut Mutz allerdings gut genutzt: „Nach der Pause hatten wir eine super Trainingswoche, was mir sehr viel Zuversicht gibt, dass am Samstag was Zählbares rausspringen kann. Im Training haben wir Lösungen für das Spiel am Wochenende erarbeitet, jetzt müssen wir diese nur noch abrufen“. Eine große Unterstützung wäre dabei sicherlich eine volle Tribüne, mit lautstarkem Support. „Wir hoffen auf eine gut besuchte Halle, bei der es gegen Abgabe einer Spende auch wieder Getränke geben wird.“ 

Anwurf in der heimischen Julianum Halle ist am Samstag um 19 Uhr.